Cantero: der herzschlag von burgos – und ein traum von osasuna!

Burgos hat einen Kapitän, der mehr ist als nur ein Torwart: Ander Cantero. Seine Leistungen in der LaLiga Hypermotion sind nicht nur solide, sondern inspirieren eine ganze Mannschaft. Doch hinter der Fassade des ruhigen Rückhalts schlummert ein großer Wunsch – die Rückkehr in die Heimat, zu seinem Jugendverein Osasuna.

Ein aufstiegskandidat mit herz und verstand

Die Saison von Burgos ist bisher die beste seit fünf Jahren. Nach Jahren im unteren Mittelfeld, sind sie nun ernstzunehmende Anwärter auf die Playoff-Plätze. Cantero, der Mann zwischen den Pfosten, ist dabei eine zentrale Figur. Seine Ruhe und sein Können geben dem Team Sicherheit, während seine Ambitionen die Leistung jedes einzelnen Spielers beflügeln.

„Wenn wir 50 Punkte erreicht haben, wussten wir, dass das Ziel ein Playoff-Platz ist“, so Cantero in einem exklusiven Interview mit MARCA. Und er hat Recht. Burgos hat sich zu einer Mannschaft entwickelt, die schwer zu schlagen ist, eine Mannschaft, die sich durch ihren Kampfgeist und ihre taktische Disziplin auszeichnet.

Cantero selbst ist überzeugt von den Qualitäten seines Teams. „Wir haben immer unsere Chancen. Es ist schwer, uns über den Haufen zu spielen, und in diesem Endspurt der Saison geben wir alles, mit viel Demut und Leidenschaft.“ Seine Worte sind ehrlich und zeigen, dass er an den Erfolg glaubt. Ein Schlüssel liegt in seiner Fähigkeit, die Nervosität zu minimieren. „Wir sind kein Team, das nervös wird, wenn wir nicht den Ball haben. Das ist der Schlüssel.“

Die kunst des torwarts: mehr als nur reflexe

Die kunst des torwarts: mehr als nur reflexe

Cantero gehört zu den am wenigsten Gegentor-reichen Torhütern der Segunda División (0,85 Tore pro Spiel). Doch das ist nicht nur das Ergebnis seiner individuellen Fähigkeiten, sondern vor allem Ergebnis einer kollektiven Leistung. „Wir legen großen Wert auf alle Phasen des Spiels und wissen, dass jedes Team über starke Offensivwaffen verfügt.“ Die Abwehr steht, das Mittelfeld kontrolliert, und Cantero ist da, um alles zu entschärfen, was durchrutscht.

Seine Stärken liegen nicht nur in seinen Reflexen, sondern auch in seiner Entscheidungsfindung und seinem Spiel mit dem Fuß. „Ich habe noch viel zu verbessern, vor allem die Entscheidungsfindung und das Spiel mit dem Fuß, damit das Team mehr Kontrolle über das Spiel gewinnen kann.“ Diese Selbstkritik zeigt seine Reife und seinen unstillbaren Durst nach Verbesserung.

Cantero sieht die LaLiga Hypermotion als die stärkste Segunda División Europas. „Die Liga ist unglaublich ausgeglichen. Jede Mannschaft hat eine ähnliche Qualität, und die Form der Spieler entscheidet letztendlich über den Erfolg.“ Die überraschende Niederlage von Racing gegen Andorra ist dafür ein Beweis.

Ein kulturelles erbe: der spanische torwart

Ein kulturelles erbe: der spanische torwart

Cantero glaubt, dass der spanische Torwart eine besondere Tradition hat. „Es ist etwas Kulturelles. Wir haben eine lange Tradition von großartigen Torhütern wie Arconada, Ablanedo und Zubizarreta. Ich, als junger Torwart, habe diese Generationen bewundert.“ Diese Tradition hat dazu beigetragen, dass die Rolle des Torwarts in Spanien einen hohen Stellenwert genießt. Er lobt die Qualität der Torwarttrainer in Spanien, die mit ihrer hohen Anzahl an Lizenzen maßgeblich zur Entwicklung von Talenten beitragen.

Cantero spricht mit Respekt über seine Mentoren, von Mateo, der an ihn glaubte, bis hin zu Paco López im Villarreal B, wo er lernte, zu kämpfen und zu gewinnen. Auch Carlos Mauricio, der Sportdirektor des Racing de Ferrol, verdient seinen Dank, da er ihm die Chance gab, nach einer Durststrecke wieder ins Profifußball einzusteigen. Und aktuell schätzt er die Treue, die ihm der Trainer Ramis entgegenbringt.

Die fans und der traum von pamplona

Die fans und der traum von pamplona

„Ich lade die Fans ein, sich weiterhin zu begeistern und uns zu unterstützen. Wir stehen vor einer einmaligen Chance in unseren Karrieren, um in die Playoffs oder sogar direkt aufzusteigen.“ Cantero appelliert an die treuen Anhänger von Burgos, die ihm und seiner Mannschaft in den letzten Spielen zur Seite stehen. Er erinnert daran, dass er aus Pamplona kommt, seinem Zuhause. „Pamplona, Iruña, laro chapea, mein Viertel, das ist, wo ich herkomme, und es hat mich zu dem gemacht, was ich bin.“ Sein Traum ist es, eines Tages für Osasuna in der Primera División zu spielen – ein Traum, den er mit aller Kraft verfolgt.

Cantero blickt nach vorne, voller Zuversicht und Leidenschaft. „Mein Traum ist es, in der Primera División zu spielen, und idealerweise mit Osasuna. Das wäre der größte Erfolg meiner Karriere.“ Ein Traum, der mit dem Aufstieg von Burgos ein Stück näher rückt.

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