Cancún-paukenschlag: coello/tapia und triay/brea lassen der konkurrenz keine chance

Die Rafa Nadal Academy war am Sonntagabend Schauplatz einer Doppel-Demonstration. Erst fegten Arturo Coello und Agustín Tapia im Finale von Cancún P2 mit 6-3, 6-4 an Juan Lebrón und Leo Augsburger vorbei. Kurz darauf wiederholten Gemma Triay und Delfi Brea den Spurt, ließen Paula Josemaría und Bea González mit 7-5, 6-2 stehen. Zwei Finals, zwei klare Statements – und 25.500 Euro pro Kopf, die direkt auf die Konten der Sieger flattern.

Der achte war der schönste

Coello und Tapia hatten in Runde zwei fast den Anschluss verloren. Erst im Champions-Tiebreak gegen Stupa und Di Nenno riss das Band. „Danach war uns klar: Wer uns stoppen will, muss schon etwas Besonderes bringen“, sagte Tapia, während Coello den Check für 12.750 Dollar in der Hand faltete. Für das Duo von Coach Martín Canali ist es der dritte Titel in Folge – und die dritte Woche in Serie, in der sie die Punktejagd der Verfolger abwürgen.

Bei den Damen lief es weniger dramatisch, dafür effizienter. Triay und Brea verloren keinen einzigen Satz, bauten unter der Anleitung von Seba Nerone ihre Siegesserie auf zehn Matches aus. „Wir sind nicht mehr die Jäger, wir sind das Ziel“, sagte Brea im Mixed Zone-Gang. Die Argentinierin wischte sich dabei das Salz aus den Haaren – Cancúns Humidität hatte die Kondition auf die Probe gestellt.

P2 heißt: geld für alle, ruhm für wenige

P2 heißt: geld für alle, ruhm für wenige

Mit 262.250 Euro Gesamtpreisgeld ist Cancún die kleinere Schwester der Major-Events. Doch die Organisatoren folgen der Parity-Line: Frauen und Männer kassieren gleich. Wer nur die erste Runde übersteht, erhält 750 Euro – gerade genug, um Flug und Hotel zu decken. Wer das Halbfinale erreicht, kann bereits von einem Plus sprechen: 4.125 Euro plus Sponsoren-Boni. Die großen Marken jedoch schreiben nur die Namen der Finalisten auf ihre Schläger.

Die Konkurrenz schaut jetzt nach Buenos Aires. Dort startet in zwei Wochen der nächste P2. Die Favoriten sind klar gemeldet, die Jagd beginnt von vorn. Und die Verfolger? Sie haben ein Problem: Coello/Tapia und Triay/Brea sind nicht nur in Form, sie sind hungrig. Wer sie stoppen will, braucht mehr als einen guten Tag – er braucht einen perfekten.