Calhanoglu vor dem aus? inter zögert über 11-millionen-deal

Ein muskulöser Rückkehrer, ein Pole in Bestform und ein Türke mit 11 Millionen Euro Gehalt: Hakan Calhanoglu steht beim Inter plötzlich auf dem Prüfstand. Sein Vertrag läuft im Sommer 2027 aus, doch die Verantwortlichen debattieren intern bereits, ob sie die Option auf Verlängerung ziehen – oder lieber kassieren.

Die Rechnung ist schnell gemacht: 13 Spiele verpasste der Regisseur in dieser Saison, vom verödeten Soleus bis zum geprellten Handgelenk. Die medizinischen Akten wachsen, die Leistung bleibt konstant gut. Trotzdem fragen sich Marotta und Ausilio: Lohnt sich ein Weitermachen mit dem drittbestbezahlten Spieler des Kaders, wenn Zielinski mittlerweile die Spielmacher-Rolle mit links übernimmt und Aleks Stankovic aus Leihe zurückkommt?

Galatasaray lauert mit zehn millionen

Der Klub aus Istanbul wartet nur auf ein Signal. Letzte Sommer-Offerte: zehn plus drei Millionen Euro. Inter lehnte ab, wollte den Titel gewinnen. Nun, mit einem Jahr Restlaufzeit, sinkt die Ablöse in Richtung 15 Millionen – ein Preis, der Calhanoglu vor dem ersten Türkei-Engagement seiner Karriere bewahren würde. Paradox: Der 30-Jährige will heim, spielte aber nie in der Süper Lig. Die emotionalen Posts seiner Frau auf Instagram sprechen Bände.

Intern ist die Haltung klar: Werfen sie den Kopf vor, riskieren sie eine weitere Saison mit Fitness-Fragezeichen. Verkaufen sie jetzt, verlieren sie eine Standardspezialist und Elfmeter-Garant. Der Lavorgese zahlt mit 30 Treffern in 116 Partien für Inter immer noch die Schecks ein, die ihn zum Top-Verdiener machen.

Der bosseffekt

Der bosseffekt

Simone Inzaghi schwärmt öffentlich von Calhanoglu, doch hinter den Kulissen lobt er Zielinskis neue Robustheit. Die Datenagentur StatsBomb zeigt: In den 900 Minuten ohne Türken stieg die Balleroberung im Mittelfeld um 14 %, die Passgeschwindigkeit um 0,8 Sekunden pro Aktion. Kleine Zahlen, große Signale.

Entscheidend wird der Mai. Wenn Inter den Scudetto frühzeitig fixiert, dürfte die sportliche Leitung den Deal mit Galatasaray vorantreiben, um Plus zu buchen. Scheitert die Mannschaft in Florenz und in den letzten Spielen, hält man vielleicht doch an der Stammkraft fest – aus Angst vor neuem Chaos.

Calhanoglu selbst schweigt, erlaubt sich nur ein Lächeln nach dem Training in Appiano. Die Botschaft: Er ist bereit, für jede Lösung. Aber er will spielen – und zwar ohne Pausen. Ob in Mailand oder Istanbul, das erfährt er spätestens im Juni. Die Uhr tickt. Die 11 Millionen Euro im Jahr auch.