Cagliari jagt den klassenerhalt: folorunsho ist zurück

Cagliari hat keine Zeit zu verlieren. Nach zwei mageren Unentschieden in Folge – dem torlosen 0:0 gegen Lazio und dem 1:1 in Parma – reist der Klub aus Sardinien zur Unipol Domus mit einem einzigen Ziel: endlich wieder gewinnen. Der Gegner heißt Como, trainiert von Cesc Fàbregas, und der bringt ein Mittelfeld mit, das selbst erfahrenen Trainern den Schlaf raubt.

Yerry mina kehrt zurück – und pisacane atmet auf

Trainer Fabio Pisacane bekommt zumindest in der Abwehr Verstärkung. Yerry Mina ist nach seiner Sperre gegen Lazio wieder spielberechtigt und nimmt seinen Platz im Zentrum der Verteidigung ein. Das ist eine verlässliche Nachricht in einer Woche, die sonst vor allem von Fragezeichen geprägt ist.

Das eigentliche Kopfzerbrechen bereitet das Mittelfeld. In Parma ließ Pisacane den Jahrgang-2006-Spieler Joseph Liteta von Beginn an ran – es war seine dritte Startelfeinsatz in dieser Saison, nach Auftritten gegen Verona und Juventus. Der Junge kämpfte, biss sich durch, lieferte. Ob das gegen die technische Dichte von Fàbregas' Mittelfeldmaschinerie reicht, ist eine andere Frage.

Folorunsho und sein tor, das alles verändert hat

Folorunsho und sein tor, das alles verändert hat

Dann ist da Michael Folorunsho. Der ehemalige Napoli-Spieler war zwei Monate lang verletzt, kehrte in Parma zurück – und traf mit einem Distanzknaller, der das ganze Stadion aufweckte. Solche Tore machen etwas mit einem Spieler. Folorunsho will gegen Como von der ersten Minute an dabei sein, und Pisacane wird ihm das schwer verweigern können.

Die Woche bis zum Samstagsspiel ist im Cagliari-Kalender außerdem als Zeitfenster für die schrittweise Rückkehr von Alessandro Deiola und Gianluca Gaetano markiert. Beide sollen behutsam wieder in den Mannschaftstraining integriert werden. Luca Mazzitelli hingegen braucht noch mehr Zeit – sein Comeback ist komplizierter als erhofft.

Der märz als letzte rechnung

Der märz als letzte rechnung

Cagliari will den Klassenerhalt so früh wie möglich in trockene Tücher bringen. Der März ist dafür der entscheidende Monat. Das Lazarett leert sich langsam, die Qualität im Kader wächst wieder – und mit Folorunsho, Mina und möglicherweise Deiola und Gaetano in der Hinterhand hat Pisacane mehr Optionen als noch vor zwei Wochen. Die Grundlage ist da. Jetzt muss Cagliari liefern.