Bvb-gehaltsliste enthüllt: süle thront, schlotterbeck könnte zum neuen topverdiener werden
Dortmund – Die Gehaltsstrukturen beim BVB sind ein offenes Buch. Während Niklas Süle weiterhin das höchste Gehalt bezieht, zeichnet sich eine überraschende Entwicklung im Poker um Nico Schlotterbeck ab. Die Summen, die im Signal Iduna Park fließen, sind beeindruckend – und werfen Fragen nach der finanziellen Stabilität des Vereins auf.
Süles abschied naht, nmecha profitiert
Der Vertrag von Niklas Süle, der aktuell stolze 14 Millionen Euro jährlich kassiert, läuft kommenden Sommer aus und wird nicht verlängert. Ein klarer Signal an die sportliche Führung, die offenbar bereit ist, Platz für jüngere Spieler zu schaffen. Felix Nmecha, dank seiner frühzeitigen Vertragsverlängerung, hat sich mit einem Gehalt von rund 10 Millionen Euro in den Kreis der Topverdiener katapultiert – ein deutlicher Beweis für seine wachsende Bedeutung für das Team von Trainer Niko Kovač.

Kobel und guirassy im millionen-segment
Auch Torhüter Gregor Kobel und der im Sommer erwartungsgemäß abwerbende Serhou Guirassy gehören mit potenziellen Einkünften von bis zu 10 Millionen Euro zum oberen Ende der Gehaltsliste. Guirassy, der mit einem Grundgehalt von 9 Millionen Euro bereits gut dasteht, kann sein Einkommen durch Punkteprämien (15.000 Euro pro Punkt bei 90 Minuten Einsatzzeit) und Erfolgsprämien (250.000 Euro bei 20 Torbeteiligungen) noch weiter steigern. Sein aktueller Wert liegt bei 18 Torbeteiligungen, was seine Verhandlungsbasis weiter stärkt.

Der schlotterbeck-poker: ein neues gehalts-monster?
Doch der wahre Knaller im BVB-Gehaltsgefüge ist Nico Schlotterbeck. Sollte der Nationalspieler seinen Vertrag vorzeitig verlängern, könnte er zu einem Gehaltsmonster mit einem jährlichen Einkommen von mindestens 14 Millionen Euro avancieren. Das würde ihn nicht nur zum Topverdiener des BVB machen, sondern auch die finanzielle Situation des Vereins weiter belasten.
Auslaufende verträge und finanzielle sorgen
Julian Brandt verlässt den Verein im Sommer ablösefrei und bezieht aktuell rund 8 Millionen Euro jährlich. Kapitän Emre Can, dessen Vertrag ebenfalls ausläuft, muss sich in Zukunft mit einem deutlich reduzierten Gehalt von etwa 5 Millionen Euro zufrieden geben. Die finanzielle Lage des BVB ist angesichts des frühen Ausscheidens in DFB-Pokal und Champions League prekär. Ein Minus von bis zu 27 Millionen Euro droht, was bedeutet, dass die teure Gehaltsstruktur vor allem durch Ablöse-Einnahmen getilgt werden muss. Der kommende Transfer-Sommer wird für Sport-Boss Lars Ricken und Sportdirektor Ole Book zu einer echten Herausforderung, um das finanzielle Gleichgewicht wiederherzustellen.
Die Verhandlungen um Schlotterbeck werden daher nicht nur von sportlichen, sondern auch von finanziellen Interessen bestimmt. Es bleibt abzuwarten, ob der BVB bereit ist, so viel Geld für einen Verteidiger auszugeben, angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Situation.
