Bvb-frauen versenken sich in budapest – champions-league-traum zerplatzt

Ein Torhüterwechsel 70 Sekunden vor Schluss, ein Siebenmeter, der nicht fällt, ein Traum, der mit 27:27 endet. Die Handballerinnen von Borussia Dortmund lieferten beim Ferencváros Budapest ein Drama ab, das ihnen am Ende die Champions League kostet. Die 25:31-Heimniederlage lastet wie Beton.

Alina grijseels trifft achtmal, doch die abwehr verrät sie

Die Deckung warf zu viele Einzelaktionen, ließ Simon freie Bahn. Neun Tore kassierten die Schwarz-Gelben gegen genau diese Rechtsaußen. Trainer Henk Groener schwankte zwischen 5-1 und 6-0, doch Budapest fand immer die Lücke. Alina Grijseels stemmte sich mit acht Treffern dagegen, doch ihre Rückraumkolleginnen trafen nur drei Mal aus neun Versuchen.

Die Deutsche Bank Skyliners haben Frankfurt verlassen, die DHB-Auswahl schon im Januar den Kurs Richtung EM verfehlt, und nun auch der BVB. Erstmals seit 2024 steht kein deutscher Klub im Viertelfinale der Königsklasse. Für den deutschen Frauenhandball ein Schlag ins Gesicht, kurz vor der Heim-WM 2027.

Metz wartet – und die frage nach dem etat

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Ferencváros reist nach Frankreich, Dortmund rechnet. Geschäftsführer Michael Bock hatte die Runde der letzten Acht als Mindestziel ausgerufen. Die Ausfallpauschale von 150.000 Euro fällt weg, dafür stehen Nachholspiele in der EHF-Cup Zwischenrunde an. Ob die Bundesliga weiter Top-Gehälter wie das von Grijseels trägt, wird der Aufsichtsrat neu verhandeln müssen.

Am Samstag geht’s gegen Buxtehude, dann wird die Saison gerettet oder beendet. Die Fans auf der Südtribüne sangen gestern bis Mitternacht „Europapokal ist unser Ziel“. Heute schrillt der Wecker, und der BVB steht mit leeren Händen da.