Bvb-ausverlieher: wer profitierte vom dortmunder abschied?
Borussia Dortmund bastelt fieberhaft an der neuen Saison, während die vergangene bereits zu Ende geht. Doch während die Schwarzgelben sich in der Bundesliga einen respektablen zweiten Platz gesichert haben und die Champions-League-Qualifikation in greifbarer Nähe ist, wirft ein Blick zurück auf die Abgänge der vergangenen Saison Fragen auf: Hat sich der Abschied vom BVB für die Spieler wirklich ausgezahlt?
Ein teurer abschied für gittens
Jamie Gittens, das vielversprechende englische Offensivtalent, wechselte für eine stolze Ablösesumme von 56 Millionen Euro zu Chelsea. Ein Wechsel, der für den BVB Kassen füllte, aber für Gittens selbst bisher kein Durchbruch bedeutet hat. In London kämpft der 21-Jährige um seine Position, kommt in der Premier League nur auf magere 16 Einsätze und auch in der Champions League sowie im Pokal sind seine Auftritte überschaubar. Seine Bilanz von einem Tor und fünf Vorlagen spiegelt nicht den Glanz wider, den viele ihm in Dortmund zutrauten. Eine schwere Oberschenkelverletzung setzt ihn aktuell zudem außer Gefecht und gefährdet seinen Platz im englischen U21-Nationalteam.

Haller sucht in utrecht nach alter form
Auch Sébastien Haller, der ablösefrei in die Eredivisie zu Utrecht wechselte, findet bisher nicht in Trance. Der Ivorer kämpft mit einer Muskelverletzung und hat in 16 Ligaspielen und sieben Europa-League-Partien lediglich einen Treffer erzielt. Seine Rückkehr zu alter Stärke, die er einst in Frankfurt bewies, bleibt somit vorerst ein Wunschtraum.

Groß findet in brighton neue heimat
Ein Lichtblick in der Riege der Abgänge ist Pascal Groß. Der deutsche Nationalspieler kehrte auf eigenen Wunsch zu Brighton & Hove Albion zurück und hat sich dort unter Trainer Fabian Hürzeler schnell als feste Größe etabliert. Seine Leistungen sind konstant, er dirigiert das Mittelfeld der Seagulls und hat sogar den Weg zurück in den Kader der Nationalmannschaft gefunden – mit der Aussicht auf eine Teilnahme an der WM in Nordamerika. Die Wende gelang ihm: Der 34-Jährige profitiert von der Spielzeit, die ihm in Dortmund verwehrt blieb.
Reyna kämpft in gladbach um seinen platz
Giovanni Reyna, der interne Wechsel zu Borussia Mönchengladbach, läuft bisher nicht nach Plan. Der US-Amerikaner sammelte bisher lediglich 500 Einsatzminuten und erzielte lediglich einen Assist. Obwohl er von Nationalcoach Pochettino in der WM-Qualifikation berücksichtigt wurde, liegt es an ihm, sich bei den Fohlen durchzusetzen.
Moukoko: ein trauriger fall
Die Geschichte von Youssoufa Moukoko ist wohl die bitterste. Der einst gefeierte Shootingstar der BVB-Jugend kämpft in Kopenhagen mit einer extremen Durststrecke. Sein Team befindet sich in einer Abstiegsspirale und Moukoko kann daran aktuell nichts ändern. Die Euphorie, die er mit nach Dänemark brachte, ist verflogen.
Anselmino und lotka: leihgeschäfte ohne erfolg
Die Leihgeschäfte um Aarón Anselmino und Marcel Lotka verlaufen ebenfalls nicht nach Plan. Anselmino kämpft mit Verletzungen bei Straßburg, während Lotka bei Düsseldorf die Rolle des zweiten Torwarts einnimmt. Während Kjell Wätjen sich in Bochum behauptet und Diant Ramaj in Heidenheim Erfahrungen sammelt, müssen die anderen Leihgaben ihren Weg noch finden.
Die Bilanz der BVB-Abgänge ist gemischt. Während einige Spieler, wie Pascal Groß, von ihrem Wechsel profitieren, kämpfen andere noch immer um ihren Platz in der Mannschaft. Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich die Situation für die ehemaligen Schwarzgelben noch verbessern wird.
