Bvb zieht nmecha-klausel vor: 2030 statt 2028 – der neue motor soll laufen

Felix Nmecha unterschreibt, bevor die Faxgeräte überhitzt sind. Borussia Dortmund verlängert das Arbeitspapier des 25-Jährigen zwei Jahre vor Ende – und macht ihn damit zum bestbezahlten Sechser der Klubhistorie. Die Ablöse-Melder in Manchester und London springen sofort an.

Klaus Schäfer, TSV Pelkum Sportwelt

Warum jetzt? weil kovac ihn zum „taktgeber“ erklärt

Warum jetzt? weil kovac ihn zum „taktgeber“ erklärt

Niko Kovac braucht keine PowerPoint, um seine Spieler zu loben. „Er schafft Überzahl, lenkt, leitet“, sagt er am Trainingsrand, und schon rattert die Headline-Maschine. In 22 Bundesliga-Einsätzen diese Saison hat Nmecha 128 Zweikämpfe gewonnen – mehr als jeder andere Dortmunder Mittelfeldspieler. Dreimal traf er, dreimal legte er in der ChampionsLeague auf. Die Zahlen sind kein Zufall, sie sind seine Visitenkarte.

Der Deal ist ein Preis-Signal. Aus 6 Millionen Euro Grundgehalt werden laut Vereinskreisen 9,5 Millionen plus Bonus – ein Satz, der sogar die Gewerkschaft der Profifußballer auf den Plan ruft. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzleins Argument: „Wer früh investiert, spart später Ablöse.“ Tatsächlich kostet ein vergleichbarer Sechser am Markt mindestens 50 Millionen plus Agentenprovision.

Die Uhr tickt auch für die Nationalmannschaft. Julian Nagelsmann plant mit Nmecha und Pavlovic als Doppel-Sechser für die WM, ein Bild, das sich seit der U-21 nicht mehr im DFB-Kader fand. Der Engländer mit deutschem Pass könnte theoretisch auch für die Three Lions auflaufen – ein Gedanke, den Dortmund mit diesem Vertrag erst einmal in die Schublade legt.

Draußen tobt das Gerüchtekartell. Manchester City behält ein 15-prozentiges Weiterverkaufs-Beteiligung, Liverpool soll scoutsch mit 40 Seiten Analyse angeklopft haben. Nmechas Antwort fällt knapp aus: „Ich bin komplett hier.“ Vier Worte, die in diesem Geschäft mehr wiegen als jedes Agentenbriefing.

Am Ende zählt nur die Leistungskurve. Seit Kovac ihn vor neun Wochen zum „permanenten Ballverdoppler“ erklärte, gewann Dortmund 70 Prozent der Spiele mit ihm von Anfang an. Die Vertragsverlängerung ist kein Geschenk, sondern eine logische Konsequenz. Wer den Motor früh ölt, vermeidet den Kurzschluss im Sommer.