Bvb nach bayern-pleite: lässig statt leidenschaftlich – dortmund verschenkt die saison
Der BVB hat die Meisterschaft nicht verloren. Er hat sie verschenkt – mit einem Lächeln im Gesicht und „top“ auf den Lippen. Nach dem 2:3 gegen Bayern München reden die Verantwortlichen wie nach einem Pokalsieg, während die Fans vor Enttäuschung kochen.
Ricken, kovac, kobel: lob statt anklage
Lars Ricken: „Top!“ Niko Kovac: „Kompliment verdient!“ Gregor Kobel: „Geiler Fight!“ Drei Tage, nachdem die Champions League gegen Bergamo den Geist aufgab, kassiert Dortmund die nächste Klatsche – und die Chefetage applaudiert sich selbst. Diese Selbstzufriedenheit ist kein Ausrutscher. Sie ist System. Ein Club, der sich daran gewöhnt hat, zweiter zu sein, weil er die Schmerzgrenze nie erreicht.
Die Szene des Abends: Joshua Kimmich jagt den Ball volley ins Netz, 3:2. Bayern jubelt, Dortmund träumt weiter. Dabei hätte ein Sieg den Rückstand auf fünf Punkte verkürzt, das Rennen wieder offen gemacht. Stattdessen rollt der Ball ins Aus, mit ihm die Saison.

Mentalitätsfrage oder bequemlichkeitskultur?
Die Zahlen sind gnadenlos: Kein Heimsieg gegen Bayern seit 2018, nur ein Titel in den letzten zwölf Jahren. Die Wahrheit steht in der Mixed Zone: Dortmund redet sich klein, weil es sich klein machen will. Wer sich nach Niederlagen selbst feiert, braucht sich nicht zu wundern, wenn die eigenen Ansprüche schrumpfen.
Bei Bayern wäre nach einem solchen Wochenende der Sicherheitsrat einberufen worden. In Dortmund gibt es Schmerztabletten statt Selbstkritik. Der Vergleich mit dem Rekordmeister zeigt: Die Bayern leben auf einem anderen Planeten, der BVD auf einer bequemen Sofa-Couch.
Der BVB ist nicht zu schwach für die Meisterschaft. Er ist zu zufrieden für den Titel. Solange „top“ die höchste Kategorie ist, bleibt die Bundesliga ein Placebo-Wettbewerb – und Dortmund der ewige Zweite mit Promi-Status.
