Burruchaga verpasst den ersten atp-titel knapp!

Houston – Ein dramatisches Finale auf Sand in Houston: Román Andrés Burruchaga, der Sohn des legendären WM-Helden von 1986, musste sich Tommy Paul im Kampf um seinen ersten ATP-Tour-Titel geschlagen geben. Ein Match voller Wendungen, in dem der junge Argentinier drei Matchbälle liegen ließ.

Ein schatten des vaters, ein eigener kampf

Ein schatten des vaters, ein eigener kampf

Die Erinnerung an den entscheidenden Treffer seines Vaters, Jorge Burruchaga, beim 3:2-Sieg Argentiniens gegen Deutschland 1986 in Mexiko-Stadt, lastete unweigerlich auf dem jungen Tennisspieler. Doch Román Andrés Burruchaga, Weltranglisten-77., wollte nicht nur im Schatten seines berühmten Vaters stehen. Er zeigte im Laufe des Turniers eine beeindruckende Leistung, die ihm den Einzug ins Finale ermöglichte – ein Novum in seiner Karriere.

Der Beginn des Finalspiels gegen den an Nummer vier gesetzten US-Amerikaner Tommy Paul war jedoch von Nervosität geprägt. Paul, der mittlerweile 56 Positionen besser platziert ist, dominierte den ersten Satz mit 6:1. Burruchaga fand kaum ins Spiel, während Paul mit präzisen Schlägen und aggressivem Spiel den Argentinier unter Druck setzte. Doch dann kehrte der junge Burruchaga zurück.

Im zweiten Satz kämpfte sich der Argentinier eindrucksvoll zurück und nutzte die Schwächen seines Gegners geschickt aus. Burruchaga gewann den zweiten Satz mit 6:3 und schien die Kontrolle über das Spiel zu übernehmen. Das Momentum hatte sich gewendet. Aber der dritte Satz wurde zu einem wahren Nervenkrimi. Burruchaga führte bereits mit 5:3 und hatte drei Matchbälle, die er jedoch nicht verwerten konnte.

Ein unglücklicher Ausrutscher. Paul bewies seine mentale Stärke und kämpfte sich zurück ins Spiel. Mit großem Einsatz und einigen glücklichen Schlägen wehrte er die Matchbälle ab und konterte mit einem starken Endspurt. Schließlich sicherte sich der US-Amerikaner den Satz mit 7:5 und damit das gesamte Match. Es war bereits sein fünfter ATP-Titel.

Die Niederlage mag schmerzhaft sein, aber Román Andrés Burruchaga hat bewiesen, dass er zu mehr bereit ist. Der 24-Jährige hat den Sprung ins Finale geschafft und gezeigt, dass er in Zukunft sicherlich noch um größere Erfolge kämpfen wird. Die Faszination des Sports liegt eben auch in diesen unerwarteten Wendungen und der unbändigen Willenskraft der Athleten. Tommy Paul, mit seiner Erfahrung und seinem mentalen Stärke, konnte das Spiel für sich entscheiden – aber Burruchaga hat Houston in Erinnerung gelassen.