Bremen versinkt in der krise: backhaus' patzer und verpasste chancen
- Bremen versinkt in der krise: backhaus' patzer und verpasste chancen
- Frustration nach dem spielverlauf
- Backhaus in der kritik – und im schutz
- Trainer thioune nimmt backhaus in schutz
- Fehlerkette beim gegentor
- Verpasste chancen und fehlende durchschlagskraft
- Pfiffe und die sieglos-serie
- Ausblick auf das spiel gegen heidenheim
Bremen versinkt in der krise: backhaus' patzer und verpasste chancen
Am Millerntor erlebte Bremens Torhüter Mio Backhaus einen schweren Tag. Seine Beteiligung an beiden Gegentoren war deutlich spürbar. Nach der 1:2-Niederlage beim FC St. Pauli herrschte Frustration. Kapitän Marco Friedl suchte nach Antworten, doch die Krise scheint tief zu sitzen. Die Frage, wie die Mannschaft den negativen Trend beenden kann, beschäftigt nicht nur ihn.
Frustration nach dem spielverlauf
Marco Friedl zeigte sich nach dem Spiel sichtlich bedient. "Ich habe oft die richtigen Worte, aber heute bin ich sprachlos, weil ich diesen Spielverlauf nicht vorhersehen konnte", sagte er. Besonders die Entstehung der Gegentore ärgerte ihn. "Wir hatten in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel, haben hinten nichts zugelassen und waren vorne gefährlich – und dann bekommen wir ein Tor, das nicht absehbar war", so Friedl in Bezug auf das 0:1 durch Hauke Wahl, bei dem Backhaus den Ball nicht entscheidend parieren konnte.

Backhaus in der kritik – und im schutz
Friedl relativierte die Schuldzuweisung an den Torhüter: "Ein Tor, das in 50 oder 100 Fällen kein Tor ist." Er betonte, dass Backhaus über die Saison hinweg viele gute Leistungen gezeigt hat. "Wenn du einen Fehler machst, fühlt es sich scheiße an. Mio hat über die Saison unglaublich gute Spiele gemacht und uns oft den Arsch gerettet. Das passiert.". Leonardo Bittencourt ergänzte, dass Backhaus sich seines Fehlers bewusst sei.

Trainer thioune nimmt backhaus in schutz
Auch Trainer Daniel Thioune verteidigte seinen Torhüter: "In einer normalen Welt hält jeder Torhüter diesen Ball. Da ist es relativ klar, wo der Fehler liegt", gab er zu, betonte aber gleichzeitig, dass es keine Vorwürfe gebe. "Es gibt keinen, der Mio etwas vorwirft. Er ist blutjung, spielt eine gute Saison und wir werden noch viel von ihm sehen.". Dennoch konnte er nicht verbergen, dass Backhaus auch am entscheidenden 1:2 beteiligt war.

Fehlerkette beim gegentor
Ein langer Ball auf den kleinen Bittencourt führte zu einer Fehlerkette, die letztendlich zum Gegentor führte. Thioune kritisierte den Spielaufbau: "Das ist ein Ablauf, den haben wir so in der Saison noch nie gespielt. Wir stehen mit beiden Außenverteidigern hoch, wollen öffnen und spielen dann einen Chipball auf den kleinsten Spieler auf dem Feld.". Friedl ergänzte: "Dass der Ball wie ein Bumerang zurückkommt, ist offensichtlich. Das sind Sachen, die mich ärgern. In unserer Situation dürfen solche Dummheiten nicht passieren.".

Verpasste chancen und fehlende durchschlagskraft
Thioune stellte fest, dass Werder das Spiel nicht vor dem gegnerischen Tor verloren habe, sondern davor. "Wir waren eine Stunde lang die bessere Mannschaft, aber wenn man sich für den Aufwand nicht belohnt, dann muss man nicht in der 60. Minute auf den Torwart schauen, wenn er den Ball reinbekommt.". Friedl bemängelte die fehlende Durchschlagskraft: "Wir müssen unsere Schnelligkeit, die Außen, unsere Spielintelligenz und unsere Qualität im Mittelfeld auf den Platz bringen. Davon ist leider im Moment nichts zu sehen.".

Pfiffe und die sieglos-serie
Die zunehmende Frustration der Fans äußerte sich in wütenden Pfiffen. Die Serie von 13 Spielen ohne Sieg wiegt schwer. "Selbstvertrauen haben wir aktuell null Komma null – und das sieht man auch", gab Friedl zu. Die Sieglos-Serie spricht Bände. "Vorn kriegen wir den Ball nicht rein und hinten kriegen wir aus den dümmsten Situationen Gegentore.".

Ausblick auf das spiel gegen heidenheim
Der nächste wichtige Schritt steht bereits bevor: Am Samstag geht es gegen das Tabellenschlusslicht Heidenheim. Thioune forderte: "Beharrlich arbeiten, Fokus auf Heidenheim und keine Ausreden mehr!". Die Mannschaft muss dringend einen Befreiungsschlag landen, um die drohende Abstiegsgefahr abzuwenden.
