Breitner stützt rebbe: kiels führung rudert gemeinsam gegen abstieg

Ein Punkt aus drei Spielen, Tabellen-Vorletzter, Doppelabstieg droht – und trotzdem steht Geschäftsführer Olaf Rebbe nicht zur Disposition. Aufsichtsratschef Andreas Breitner bürgt mit seinem Namen für den 45-Jährigen.

„Wir suchen keine sündenböcke“

Die Aussage kommt knallhart mitten in die Krise. „Mir ist intern niemand bekannt, der Olaf Rebbe infrage gestellt hat“, sagt Breitner gegenüber den Kieler Nachrichten. Der Ex-Innenminister, seit 1. Juli Chef des Kontrollgremiums, nimmt damit Spekulationen über einen Rücktritt des Sport-Geschäftsführers die Spitze. Rebbe hat in der Winterpause Aufstiegscoach Marcel Rapp entlassen und Tim Walter geholt – bisher ohne Erfolgserlebnis.

Die Zahlen sprechen laut. Drei Spiele, ein magerer Zähler, das Heimspiel gegen Elversberg ging mit 0:1 verloren. Die Mannschaft wirkt ideenreich, aber ideenlos vor dem Tor. Breitner sieht das anders: „Ich glaube, dass die Mannschaft diesen Impuls gebraucht hat.“ Er schlägt den Bogen zur fehlenden Effizienz: „Mit einem Hauch mehr Spielglück werden wir auch wieder gewinnen.“

„Jetzt müssen alle liefern“

„Jetzt müssen alle liefern“

Die Drohung steckt zwischen den Zeilen. Acht Spieltage bleiben, um den 1. FC Magdeburg und Arminia Bielefeld zu überholen. Am Sonntag geht’s nach Bochum, wo der VfL bereits neunt ist und sich mit dem Klassenerhalt selbst verwaltet. Ein Sieg wäre nicht nur drei Punkte, sondern ein Signal an die eigene Mannschaft: Wir stehen nicht auf, wir stehen zusammen.

Rebbe selbst hält sich bedeckt, aber wer den Verein kennt, weiß: Er hat noch ein Ass im Ärmel. Die Transferperiode ist vorbei, doch interne Umbauten laufen. Die U-21 um Finn Porath und Patrick Erras drängt nach oben, die Kabinenführung um Hauke Wahl wird lauter. Die Frage ist nicht mehr, ob der Störche-Kapitän die Kurve kriegt, sondern wie viele Mitspieler ihm folgen.

Am Ende bleibt ein Fakt: Wenn Kiel untergeht, dann nicht, weil der Vorstand den Stecker zog, sondern weil elf Spieler auf dem Platz vergaßen, Tore zu machen. Breitner hat seinen Job gemacht – jetzt sind die Kicker dran.