Braunschweig wirft backhaus raus – rettung soll neuer schaffen

Die Löwen sind auf Tauchstation, der Coach schon weg. Eintracht Braunschweig trennt sich mitten im Abstiegskampf von Heiner Backhaus, wie Sky exklusiv meldet. Noch schweigt der Klub, doch hinter den Kulissen läuft die Stoppuhr: Am Samstag gegen Fortuna Düsseldorf will die Führung einen Nachfolger auf der Bank haben.

Die quittung für fünf spiele ohne sieg

Der 1:1-Paukenschlag in Paderborn war erst der Höhepunkt einer Serie, die den Verein an den Rand der 2. Liga stürzt. Seit Wochen spielt Braunschweig wie auf dem Laufband – viel Bewegung, kein Ziel. Platz 15, ein Punkt Vorsprung auf den Strafraum, 28 Tore in 25 Partien. Die Tordifferenz ist das schlechteste aller Teams, die noch nicht fest im Keller stehen.

Backhaus kam im Sommer 2025 als Hoffnungsträger, versprochen wurde offensive, mutige Fußballkultur. Was blieb, sind 14 Punkte aus 17 Spielen und ein Kader, der sich selbst nicht findet. Die Kabine soll gespalten sein, die sportliche Leitung wollte reagieren, bevor der Rückstand auf die Rettungszone nur noch auf dem Papier zu erreichen ist.

Interne liste mit drei namen – ein ex-bundesligatrainer favorisiert

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Laut Vereinskreisen kursiert eine engere Auswahl: ein erfahner Ex-Bundestrainer, ein Aufsteiger-Coach aus dem Norden und ein interner Lösungskandidat. Die Entscheidung fällt innerhalb von 48 Stunden, damit der Neue mindestens zwei Trainingseinheiten vor dem Keller-Duell gegen Düsseldorf leiten kann. Die Spieler wurden am Dienstagvormittag per WhatsApp-Info informiert, Stimmung: „geschockt, aber nicht überrascht“, sagt ein Insider.

Der Klassiker „Trainerwechsel im Abstiegskampf“ hat in Braunschweig Tradition. 2021 rettete Marc Unterberger nach dem Rauswurf von Marco Antwerpen noch die Klasse, 2017 schaffte es Torsten Lieberknecht selbst, sich als Brandbeschleuniger zu entpuppen. Die Fans sind gespalten: Die einen fordern endlich Stabilität, die anderen sehen im Systemfehler, nicht im Coach. Die nächsten acht Spiele entscheiden, wer im Sommer auf dem altehrwürdienen Bahnhofsgelände noch mit Liga-Zug fahren darf.

Die Leihgabe von Werder Bremen, Angreifer Julian Dos Santos, soll nun mehr Spielzeit erhalten – ein Indiz dafür, dass die sportliche Leitung auf junge, unverbrauchte Kräfte setzt. Die Frage ist nur: Wer führt die Löwen aus dem eigenen Bau? Die Antwort kommt spätestens Samstag um 13 Uhr, wenn der Name auf der Bank steht und die Hoffnung auf Rettung wieder eine Stimme bekommt.