Braunschweig am abgrund: verzweiflungstaktik im duell gegen kiel?
Die Gesichter verrieten es: Bei Eintracht Braunschweig herrscht bittere Ernüchterung nach der 0:1-Niederlage beim FC Holstein Kiel. Der Klassenerhalt, der so nah schien, rückt weiter in die Ferne, während die Störche bereits jubeln. Zwei Endspiele stehen nun an, und die Stimmung im Team ist alles andere als rosig.
Die verpasste chance in der anfangsphase
Schon in der 21. Minute hätte Braunschweig die Führung ergreifen können. Ein Fernschuss von Joe Gomez landete jedoch nur am Querbalken – ein verpasster Moment, der die Partie entscheidend beeinflusste. „Wir hatten ein paar Momente, bei denen das Spiel zu unseren Gunsten kippen kann“, räumte Coach Lars Kornetka nach dem Spiel ein, doch es sollte nicht sein.
Die Kieler zeigten sich da abgezockter, nutzten ihre Chance und trafen durch Phil Harres zur Führung. Ron-Thorben Hoffmann, der Keeper der Eintracht, prangerte die Passivität seiner Mannschaft an: „Viel zu lasch und unerwachsen haben wir verteidigt.“ Er bemängelte, dass man die nötige Effizienz wie in Kaiserslautern vergangener Woche vermissen ließ.
Die Lage in der Tabelle spitzt sich zu. Während Düsseldorf ebenfalls punktlos blieb und Bielefeld nur ein Unentschieden erreichte, bleibt der Kampf um den Klassenerhalt eng. Selbst wenn Fürth und Magdeburg am Sonntag punkten sollten, wird es für Braunschweig weiterhin ein schwerer Kampf.

Hoffnungsschimmer und die pflichtaufgabe gegen dresden
„Zwei Endspiele“ stehen nun an, wie Lukas Frenkert betonte. Das kommende Heimspiel gegen Dresden, das gegen Lautern einen wichtigen Sieg errang, ist demnach „Pflicht“. Frenkert appellierte an die Mannschaft, „noch näher zusammenzurücken“ und an die eigene Stärke zu glauben. „Wir haben die nötige Qualität und die nötige Mentalität. So wollen wir die nächsten zwei Wochen unser gemeinsames Ziel erreichen.“
Ron-Thorben Hoffmann rief seine Mannschaft ebenfalls zur Entschlossenheit auf: „Die letzten beiden Spiele gilt einfach: Helm auf und da durch.“ Er betonte, dass man sich auf das konzentrieren müsse, was man kontrollieren kann. Die Erfahrung im Abstiegskampf der letzten Jahre sollte den Braunschweigern jetzt zugutekommen. Die Uhr tickt, und die Zeit drängt. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Eintracht Braunschweig den Rückschlag gegen Kiel verkraften und das rettende Ufer erreichen kann.
