Borja iglesias: vom zweitliga-torjäger zum wm-hoffnungsträger

Ein Tor, das Geschichte schrieb – zumindest in der Erinnerung an einen Nachmittag im Januar 2017. Borja Iglesias, damals noch im Trikot von Celta B, traf im Duell gegen Racing Santander und lieferte damit das erste Bild, das MARCA von einem der drei Mittelstürmer festhielt, die Luis de la Fuente letztendlich zur Weltmeisterschaft mitnahm. Ein steiniger Weg, aber nun scheint sich die Geduld auszuzahlen.

Von der galizischen provinz in den wm-kader

Die Geschichte von Borja Iglesias ist ein Beweis für Beharrlichkeit und Talent. Sein Debüt unter Luis Enrique, die Herausforderungen mit der Nationalmannschaft im Schatten des Rubiales-Skandals und die schmerzhafte Verletzung von Samu, die ihn plötzlich alleine im Sturmzentrum ließ – all das hat ihn geformt. Jetzt steht er bereit, bei der Weltmeisterschaft zu zeigen, was er kann. Als Spieler, der immer gibt, war sein Weg dorthin alles andere als geradlinig.

Schon in seiner Zeit bei Celta B fiel Borja Iglesias auf. David de Dios, sein damaliger Trainer, erinnert sich: „Er war ein unglaublich schwer zu stoppenes Kaliber. Ein Stürmer, der die Innenverteidiger zur Verzweiflung trieb. Er hat den Ball so gut gehalten, dass man ihn ihm kaum abnehmen konnte, und er schaffte es immer wieder, Chancen zu kreieren.“ 13 Tore in seiner ersten Saison in der Segunda B – eine vielversprechende Statistik, die aber De Dios zufolge noch hätte besser sein können, hätte Borja Iglesias nicht so oft vergeben. „Seine Arbeitsmoral war unglaublich. Die Innenverteidiger fragten uns, wer dieser Typ sei, der ihnen ständig auf die Nerven ging.“

Borja Iglesias ist mehr als nur ein Torjäger. Er ist ein Spieler, der die Mannschaft unterstützt, ein Kämpfer. „Er ist zu gut und zu ehrlich, das spielt ihm manchmal auf Social Media übel aus“, sagt De Dios. „Aber er ist ein Gewinner, ein Spieler, der immer alles gibt, sei es im Training oder im Spiel.“ Er ist ein Anker für die Mannschaft, ein Spieler, der auch in schwierigen Situationen den Rückhalt gibt.

Gabriel Alonso war 1950 der erste Celta-Spieler bei einer WM, ihm folgten Cañizares und Otero (1994), Juanfran (2002) und Iago Aspas (2018). Borja Iglesias setzt diese Tradition fort, ein galizischer Spieler aus A Madroa, der nun die Chance hat, die Welt zu begeistern. Seine Ankunft beim Celta war ein Coup, wie David de Dios betont: „Wir wussten schon mit 15 Jahren, dass er ein besonderer Spieler war.“

Die Weltmeisterschaft ist seine Chance, seine Bestimmung zu erfüllen. Nach einer schwierigen Saison mit dem Celta Vigo, ist er nun bereit, seine Qualitäten auf der größten Bühne zu zeigen. Ein Spezialist, der in entscheidenden Momenten den Unterschied machen kann. Und so blickt man gespannt auf seine Leistung in Katar.

Die verbindung zum celta und zur selección

Die verbindung zum celta und zur selección

Die Rückkehr des Celta Vigo zur Weltmeisterschaft ist ein Zeichen für die lange Tradition des Vereins. Borja Iglesias folgt damit auf Iago Aspas, der 2018 in Russland für magische Momente sorgte. Die Verbindung des Vereins zur spanischen Nationalmannschaft reicht bis ins Jahr 1920 zurück, als Luis Otero und Moncho Gil bei den Olympischen Spielen in Antwerpen für Furore sorgten.