Bonny versinkt im formtief: nur ein treffer in 17 serie-a-spielen
Ange-Yoan Bonny ist vom Hoffnungsträger zum Sorgenkind geworden. Seit Jahresbeginn 2026 hat der Franzose nur einmal für Inter getroffen – und das war das sechste Tor beim 6:2 gegen Pisa, als das Spiel längst gelaufen war.
Die Zahlen sind hart: 17 Serie-A-Einsätze, ein Tor. Dazu kommen sieben Assists in 37 Pflichtspielen, was auf den ersten Blick okay wirkt. Doch der Blick auf die letzten Wocten zeigt einen Spieler, der sich verliert. Gegen Atalanta wurde er eingewechselt, als Pio Esposito platt war. Was folgte, war ein Rückwärtsgang des Teams bis zum 1:1. Bonny bekam den Ball, stoppte ihn, drehte sich – und das war’s.

Der august-oktober-hype ist verpufft
Erinnerung: Bonny traf in seinem ersten Inter-Minuten, lieferte gegen Cremonese drei Vorlagen in einem Spiel und schoss in Rom den Siegtreffer. Das war vor fünf Monaten. Seitdem wirkt er, als spiele er mit Handbremse. Knöchel, Grippe, Wadenprobleme – alles nachvollziehbar, aber auch keine Erklärung für das mangelnde Timing und die verschwundene Aggressivität.
Trainer Chivu stützt ihn öffentlich, doch intern wissen alle: Wer bei Inter nur Joggingtempo läuft, landet schnell auf der Bank. Bonny ist 22, körperlich top, aber mental wirkt er überlastet. Die Reaktionen der Curva sind laut geworden, die Geduld endet.
Die kommenden Wochen entscheiden, ob er die Kurve kriegt – oder im Sommer zum nächsten Leihspieler wird, der bei Inter nicht durchstartete. Die Konkurrenz schläft nicht: Esposito wächst, Martinez bleibt, und auf der Wunschliste stehen zwei Stürmer mit Profil. Bonny hat noch neun Spiele Zeit, um den Bogen zu kriegen. Sonst wird er Teil der nächsten Aufräumaktion.
