Boniface-dilemma bei werder: kann thioune das offensiv-puzzle lösen?
Bremen bangt – Victor Boniface, der eigentlich die Werder-Angriffsabteilung befeuern sollte, bleibt ein Rätsel. Nach seiner Rückkehr aus der Reha wirkt der Nigerianer alles andere als bereit für die Bundesliga-Spitze, und Coach Daniel Thioune steht vor der schwierigen Aufgabe, eine funktionierende Alternative zu finden. Das Auswärtsspiel in Köln am Sonntag könnte für Boniface die letzte Chance sein, sich zu beweisen – oder endgültig vom Tisch zu rücken.
Thioune lotst die alternativen durchs minenfeld
Die Personalie Boniface wirft einen langen Schatten auf die Kaderplanung des SV Werder Bremen. Thioune nahm sich die Zeit, um detailliert die Optionen zu erläutern - Milosevic, Musah und natürlich auch Njinmah. Doch Bonifaces Situation ist ein Thema für sich. Er sei noch nicht in der nötigen körperlichen Verfassung, um in die Startelf zu rücken. Die Frage, was genau hinter seinem Zustand steckt, beschäftigt den Trainer ebenso wie ihn die Fans. Er spricht von Hintergrundinformationen, die er genieße, „Victor unseren Schutz“ zu gewähren, ohne jedoch ins Detail zu gehen. Dieser Schutz geht allerdings nicht auf Kosten der Mannschaft, denn solange Boniface nicht einsatzbereit ist, wird er auch nicht im Kader stehen.
Ein Lichtblick am Osterdeich ist Justin Njinmah, der nach muskulären Problemen wieder ins Training eingestiegen ist. „Er wird eine Option für das Wochenende sein“, so Thioune, und deutet an, dass der 25-Jährige auch eine Chance auf einen Startelfplatz hat, insbesondere angesichts seiner Leistungen in den letzten Wochen. „Er hat in den letzten Wochen auch nicht so viel verrichtet, was schlecht gewesen wäre“, ergänzt der Coach.

Musah als überraschungskandidat?
Doch Thioune könnte auch eine überraschende Wahl treffen: Salim Musah. Der 20-Jährige, der aus der U23 nachgerückt ist, hat mit seinem ersten Bundesliga-Tor gegen Leipzig auf sich aufmerksam gemacht. „Salim Musah ist ein Startelfkandidat“, betonte Thioune. Musah zeige den unbedingten Willen, sich zu beweisen: „Er will mehr. Er zieht dran.“ In Köln, wo Werder unter Druck stehen wird, könnte der junge Stürmer genau der richtige Impuls sein.
Jovan Milosevic hingegen, der nach wochenlanger Rückenproblematik eine kurze Einsatzzeit gegen Leipzig erhielt, ist noch lange nicht wieder für die Startelf bereit. „Jovan hat einiges an Rückstand“, erklärt Thioune. Seine Rolle scheint vorerst auf den Joker beschränkt zu sein. Die Situation um Boniface ist komplex und offen. Ob er sich rechtzeitig in Form bringen kann und in Köln eine Rolle spielt, bleibt abzuwarten. Ein Fakt ist jedoch klar: Werder Bremen braucht dringend Tore, und Thioune muss die richtige Lösung finden, um dem Abstiegskampf einen entscheidenden Schub zu verleihen.
