Bolognas flügel verstummen: nur zwei feld-tore 2026 – italiano fordert tor-garanten
Die Sechser-Position ist geläufig, die der Flügelstürmer neu: Bologna schoss 2026 bislang nur zwei Feld-Tore durch echte Außenbahnspieler – ein Debakel für Trainer Vincenzo Italiano, der auf Riccardo Orsolini und Nicolò Cambiaghi setzt, um die Serie A und mögliche WM-Träume am Leben zu halten.
Orsolini und cambiaghi: zwischen national-ruf und tor-dürre
Orsolini traf zuletzt am 15. Januar in Verona, Cambiaghi Ende Februar in Como – mehr nicht. Beide stehen bei Gattuso auf der Pre-Liste, doch ohne Treffer gegen Hellas am Sonntag droht der Abstieg in die Relegation-Zone. „Die Jungs wissen, dass Tore ihr Ticket sind“, sagte Italiano nach dem 1:0 gegen Brann.
Federico Bernardeschi liefert Tore nur per Elfmeter, Jonathan Rowe glänzt als Vorbereiter, bleibt aber torlos. Der Argentinier Benjamin Dominguez kommt auf null Treffer bei 14 Kurzeinsätzen – ein Alarmstufe-Rot für einen Klub, der Europa-League-Geld braucht.

Italiano setzt auf daten statt drama
Die interne Analyse zeigt: Bolognas Außenbahnen generieren nur 0,17 xG pro Spiel aus dem laufenden Ball – Bundesliga-Mittelwert: 0,42. Italiano ließ deshalb Extra-Schusstrainings einbauen, bei denen die Flügel nach dem Doppelpass sofort zentral in den Strafraum sprinten müssen. „Wer nicht trifft, fliegt raus“, lautet die Devise.
Die Fans wittern beim Heimspiel gegen Verona die Wende. Die Kurve wird ein Tifoprojekt starten: 20 000 Papp-Tore als Mahnung. Entscheidend wird sein, ob Orsolini seine Serie von 47 Toren in den letzten drei Jahren fortsetzt – oder ob Cambiaghi von der Bank kommt und endlich wieder jubelt.
Die Uhr tickt. Bei fünf Punkten Rückstand auf Platz vier muss Bologna bis April sieben Punkte holen, sonst droht der Verkauf von Top-Talent Jens Odgaard. Ohne Tore von außen kein Europapokal, ohne Europapokal kein Geld – und ohne Geld kein Kader 2027. Die Rechnung ist simpel, die Lösung liegt an den Füßen von Orsolini und Co.
Bologna spielt nicht nur um drei Punkte, sondern um ihre Zukunft als Klub. Am Sonntag um 15 Uhr wird klar: Fliegt der Vogel noch, oder bekommt er neue Federn?
