Bologna zerlegt pisa – italiano lässt hiljemark alt aussehen
18:30 Uhr, Cetilar Arena: Bologna schickt Pisa mit 3:0 nach Hause und klettert auf Rang vier. Skorupski hält, was zu halten ist, Bernardeschi trifft doppelt – und Hiljemark wartet weiter auf seinen ersten Sieg als Pisa-Coach.
Die aufstellungen verrieten schon die taktik
Italiano setzt auf Bewegung, Hiljemark auf Kompaktheit. Die Zahlen nach 90 Minuten: 67 % Ballbesitz für Bologna, 21:5 Torschüsse, 9:1 Ecken. Pisa stand tief, aber nicht sicher. Lucumí und Vitik rissen mit einem klaren 4-3-3 die Räume auf, während Hiljemarks 3-5-2 in der Umschaltbewegung stecken blieb.
Die Entscheidung fiel früh. In der 12. Minute spielte Moro einen vertikalen Pass zwischen Caracciolo und Calabresi hindurch, Castro nahm den Ball perfekt mit und legte quer auf Bernardeschi – 1:0. Pisa antwortete mit Langsamkeit. Aebischer und Marin fanden keine Anspielstationen, weil Moreo und Durosinmi ständig zwischen den Linien standen, aber nie wirkten.

Der zweite schlag vor der pause
Kurz vor dem Seitenwechsel schlug Bologna erneut zu. Joao Mario überlupfte Angori auf der linken Seite, Sohm schob in den Rückraum und Freuler donnerte den Abpraller aus 16 Metern unter die Latte. Nicolas war chancenlos, Hiljemark starrte nur. Die Gäste gingen mit zwei Toren Rückstand in die Kabine – psychologisch eine Ewigkeit.
Nach Wiederanpfiff wechselte der Schwede auf 4-2-3-1, zog Leris ins Zentrum und nahm Angori raus. Es half wenig. Bologna ließ den Ball laufen, Pisa lief hinterher. In der 73. Minute flankte Cambiaghi erneut, Castro köpfte, Nicolas parierte, Bernardeschi schob nach – 3:0, Endstand.
Was das heute bedeutet
Bologna sammelt weiter Punkte im Kampf um die Champions-League-Plätze. Italiano hat auswärts nun 11 Spiele ohne Niederlage – die beste Serie seit 1964. Pisa rutscht auf Platz 14 ab, nur drei Punkte über dem Strich. Hiljemark wartet nach fünf Partien immer noch auf den ersten Dreier, die Mannschaft wirkt ideenlos.
Die Cetilar Arena verließ heute ein souveräner Leader und ein verlorener Aufsteiger. Wer jetzt fragt, ob Pisa die Klasse hält, bekommt eine klare Antwort: Nicht, wenn Hiljemark nicht endlich seine Systemfrage löst. Die Zeit läuft. Bereits am Sonntag wartet mit Empoli das nächste Schlachtfeld.
