Bologna wird zur schaltzentrale: italiens u18-teams zeigen europas basketball-zukunft

Im PalaDozza kocht die Next-Generation-Euroleague, und zwei italienische Flaggschiffe liefern sich ein Katz-und-Maus-Spiel mit dem Rest des Kontinents. Trento fegt mit 28 Punkten Vorsprung über den FC Bayern und schickt Mansour Bayo als lebenden Exportschlager ins Rennen – 17 Punkte, 11 Rebounds, 22 Minuten, fertig. Die Jungs von Aquila Basketdagegen müssen sich nach 45 Minuten Knochenarbeit gegen die Hausherren von Next Gen Bologna mit 95:98 geschlagen geben, obwohl Livio Berlingeri sie mit 35 Punkten und sieben Dreiern allein auf seine Schultern nimmt.

Bayo und berlingeri: zwei gesichter, eine botschaft

Die 2,08-Meter-Grenze erreicht Bayo nicht nur in der Größe, sondern auch in der Effizienz: 8/13 aus dem Feld gegen München, 7/10 gegen Paris – und jedes Mal das Brett abgeräumt wie ein Staubsauger. Berlingeri antwortet auf der anderen Spielfeldhälfte mit einer Dreierquote, die selbst erfahrene Lega-Profis neidisch macht: 7/12 jenseits der Linie, 40 Minuten Dauerlauf, kein Wechsel, kein Zurück.

Dahinter lauert Barcelonas Joaquim Boumtje Boumtje. Noch 16 Jahre alt, aber schon jetzt ein Name, den man sich merkt: 22 Punkte gegen Paris, 22 gegen München – und das in nur 44 Minuten Gesamtspielzeit. Der katalanische Blitz wird am Sonntag gegen Trento auflaufen, dann könnte Bayos Tempo gegen Boumtje Boumtje's Länge das Halbfinale entscheiden.

Italiens bilanz: zwei siege, eine träne

Italiens bilanz: zwei siege, eine träne

Die Zahlen sind gnadenlos klar: Trento steht ohne Niederlage da, Aquila wartet noch auf den ersten Erfolg. Doch die Tabelle lügt nicht über das Gefühl: Beide Teams haben Spuren hinterlassen. Wer Berlingeri einmal live sieht, vergisst das Kribbeln nicht. Wer Bayos Sprungkraft mitbekommt, ahnt, dass hier ein künftiger Azzurri-Center heranwächst.

Der Zeitplan ist rasant: Sonntag um 15:45 Uhr trifft Trento auf Barcelona, um 20:15 Uhr fordert Aquila den Panathinaikos heraus. Zwei Spiele, zwei Chancen, das italienische Wort „qualificazione“ in den Hallen von Bologna neu zu definieren.

Die Euroleague der Großen zieht im Mai nach Kaunas – aber schon jetzt wissen die Scouts, wo sie hinmüssen: nach Bologna. Denn hier spielt Europa von morgen. Und Italien ist längst nicht nur Zuschauer.