Bologna: tedesco plantzt wettkampf-dna – freuler-poker umstritten!

Rot-weiß in Bologna: Domenico Tedesco, der neue Coach, hat eine klare Mission – ein Team zu formen, das flexibel ist und auf jede Situation reagieren kann. Doch der Start ist alles andere als ein Spaziergang. Im Fokus: die Personalie Remo Freuler, dessen Vertrag ausläuft und dessen Verbleib alles andere als sicher ist.

Die freuler-karte: ein schlüsselspieler in der schwebe

Nachdem Freuler im letzten Ligaspiel gegen Inter signalisierte, offen für eine Verlängerung zu sein, brodelt es hinter den Kulissen. „Wenn ich entscheiden könnte… die Tür steht offen“, so der Schweizer. Ein Satz, der die Fans gleichermaßen Hoffnung macht wie Verunsichert. Domenico Tedesco weiß um Freulers Wert und will ihn keinesfalls verlieren. Er ist ein Spieler, der eine Klasse für sich ist, ein Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld.

Die Verhandlungen zwischen Freulers Beraterseite und Bologna ziehen sich hin. Die Schätzungen gehen dahin, dass ein gewisser Abstand in den Gehaltsvorstellungen besteht. Aber Tedesco scheint entschlossen, den Poker zu spielen. Vielleicht auch, um die Verhandlungsposition zu verbessern oder um zu zeigen, dass er sich nicht von Gerüchten über italienische und arabische Interessenten beeinflussen lässt.

Doch es gibt ein weiteres Problem: Jhon Lucumi. Während Freuler das Herzstück des Mittelfelds verkörpern könnte, stellt sich die Frage, ob Lucumi in Tedescos Plänen überhaupt eine Rolle spielt. Der neue Coach scheint einen Spieler zu suchen, der sowohl defensiv stabil als auch taktisch flexibel ist – jemand wie Freuler eben. Lucumi hat diese Eigenschaften zwar bewiesen, aber sein Abgang scheint unausweichlich, insbesondere angesichts des Interesses englischer und italienischer Vereine.

Taktische flexibilität: 3-4-3 oder 4-2-3-1?

Taktische flexibilität: 3-4-3 oder 4-2-3-1?

Tedesco ist bekannt für seine taktische Variabilität. Er hat in seiner Karriere sowohl mit einer Vierer- als auch mit einer Dreierabwehrkette gearbeitet. Im Falle einer Dreierkette wäre ein linker Verteidiger unerlässlich – Fedde Leysen vom Union SG steht dabei hoch im Kurs. Eine Variante mit einem 3-4-2-1 oder 3-4-1-2 ist ebenso denkbar, mit einem zentralen Spielmacher oder zwei offensiven Mittelfeldspielern hinter der Spitze. Auch eine Umstellung auf ein 3-4-3 mit Orsolini und Bernabe (und natürlich Rowe und Cambiaghi) an den Flügeln wäre denkbar, sollte sich die Möglichkeit bieten, dass die beiden nicht in die Premier League oder die Türkei wechseln.

Seine bevorzugte Formation ist jedoch das 4-2-3-1, in dem ein Spielmacher hinter den Spitzen agiert – ähnlich wie bei De Bruyne in Belgien. Bernardeschi könnte diese Rolle übernehmen, oder man muss abwarten, ob Odgaard die Erwartungen des neuen Trainers erfüllt. Eines ist jedoch klar: Bologna braucht einen Spieler von Weltklasseformat, der das Spiel lenken kann. Und Domenico Tedesco wird alles daran setzen, diesen Spieler zu behalten – Remo Freuler.

Die Zahlen sprechen für sich: Tedesco hat einen Vertrag bis 2028 plus einer Option für ein weiteres Jahr und erhält für diese Zeit einen Gehalt von zwei Millionen Euro plus Boni. Ein klares Signal, dass der Verein große Ambitionen hat und bereit ist, in einen Kader zu investieren, der sowohl taktisch flexibel als auch individuell stark ist.