Bologna gegen lazio: italiano jagt sarri mit halbleerem tank
Keine 72 Stunden nach dem Europa-League-Krimi gegen die Roma rollt der Ball in Emilia wieder. Bologna empfängt die Lazio, die mit zwei Siegen im Gepäck anreist – und dem Plan, die Rossoblù direkt in der Tabelle zu überholen.
Der zeitplan ist der erste gegner
Donnerstag Abend noch 120 Minuten gegen Roma, Sonntag Mittag Anpfiff. Italiano muss rotieren, sonst brennt die Lunge. Ravaglia statt Skorupski, Dominguez von Beginn an, Moro statt Aebischer – kleine Züge, große Wirkung. Die Frage: Wer hat noch Sprit in den Beinen, wenn nach 20 Minuten die erste Schiene brennt?
Bei Sarri sieht es ruhiger aus. Nach dem 1:0 gegen Milan darf dieselbe Startelf noch einmal ran, nur Noslin könnte statt Castellanos beginnen. Der Ex-Bremer Romagnoli erwartet Applaus, dann Doppelpass mit Tavares und ab durch die Mitte. Die Lazio ist frisch, die Lazio ist hungrig – und das weiß Bologna.

Feliciani pfeift, sky und dazn teilen sich
Anstoß 15 Uhr, Schiedsrichter Feliciani, Assistenten Berti und Laudato, Zanotti als Vierter. Video-Chef ist Di Paolo, Assistent Giua. Wer sehen will, braucht entweder Dazn oder Sky-Kanal 214 mit Dazn-Add-on. Textticker läuft parallel auf Gazzetta.it. Mehr geht nicht.
Die Zahlen sprechen für die Gäste: Bologna kassierte in den letzten fünf Pflichtspielen immer mindestens ein Tor, Lazio blieb in zwei der letzten drei Auswärtsaufträge ohne Gegentor. Aber: Die letzte Begegnung hier endete 3:0 für die Rossoblù – vor acht Monaten, mit Arnautovic und Sansone. Die Gesichter sind neue, der Druck alt.
Bei Bologna zählt jeder Punkt, um die Champions-League-Plätze festzunageln. Bei Lazio zählt jeder Sieg, um die Saison doch noch zu retten. Die Rechnung ist simpel: Wer gewinnt, rückt vorbei. Wer verliert, darf wieder von vorne beginnen. Und mitten im Getümmel steht Italiano, der Trainer, der seine eigene Mannschaft gerade erst vor dem Kollaps rettete – und jetzt die nächste Schippe drauflegen soll.
Am Ende zählt nur eine Tatsache: Bologna hat 60 Stunden weniger Erholung, aber die Kurve im Rücken. Lazio hat die Beine, aber die Reise. Wer zuerst trifft, bestimmt den Rhythmus. Wer zuletzt pfeift, vielleicht die Roma – im Fernsehen. Im Stadion entscheidet der Platz. Und der sagt: Hier gewinnt, wer noch einmal zulegt. Auch wenn die Oberschenkel brennen.
