Bologna drängt: 14 mio für miretti – juve muss bis 30. juni verkaufen

Die Uhr tickt. Noch fünf Tage, dann muss Juventus 13 Millionen Euro Plusvalenza verbuchen, sonst droht der nächste UEFA-Strafstoß. Giovanni Carnevalis erste Mission ist deshalb knallhart: einen Spieler verkaufen, der lieber bleiben würde. Fabio Miretti steht ganz oben auf der Verkaufsliste – und Bologna legt 14 Millionen auf den Tisch.

Warum bolognas offerte einen haken hat

Der Bologna-Sportdirektor Marco Sartori verhandelt wie ein Basar-Händler. Die 14 Millionen sind nur ein Teil des Pakets. Juve muss zusätzlich Jhon Lucumí für einen Bruchteil seiner 28-Millionen-Klausel übernehmen – ein Deal, der die Kasse zwar füllt, den Kader aber mit einem Linksverteidiger belastet, den Motta eigentlich nicht sucht.

Miretti selbst hat zugestimmt, die Continassa verharrt. Ein Wechsel zum Villarreal oder Como wäre sportlich sexy, aber keiner jener Klubs zahlt bar. Und bar ist angesagt.

Fallstricke im restlichen kader

Fallstricke im restlichen kader

Kein anderer „sacrificabile“ reicht für die geforderte Summe. Dean Huijsen ist schon weg, Cabal und Adzic bringen zusammen kaum fünf Millionen. Facundo González wollte Valencia, doch der Deal stockt. Di Gregorio? Der Torhüter wurde erst eingekauft. Federico Gatti? Ein Verlustgeschäft nach nur einem Jahr.

Khephren Thuram, Douglas Luiz, Koopmeiners oder Openda – alle haben ein Marktgewicht, das weit über 35 Millionen liegt. Juve würde zwar Kasse machen, die sportliche Leiche wäre massiv. Dusan Vlahovic möchte bleiben, David erst recht, und Cambiaso – gefragt beim FC Liverpool – zieht nur 35 Millionen, wenn überhaupt.

Die deadline tickt laut

Die deadline tickt laut

Carnevali sitzt in einem Flugzeug nach Turin, denn für den neuen Settlement-Agreement mit der UEFA muss die erste Plusvalenza bis spätestens Montagabend durch sein. 14 Millionen plus Lucumí oder nichts – das ist die simple Rechnung. Die Alternative wäre ein weiteres Jahr Haushaltszurückhaltung und keine Champions-League-Qualität im Kader.

Wenn Miretti am Montag noch in Turin trainiert, winkt keine Trophäe, sondern ein Bußgeld. Die Juve tickt anders als vor zehn Jahren – und das merkt man jetzt jedem Euro an.