Arsenal löst 52-millionen-klausel: hincapie bleibt im norden londons
Piero Hincapie wird nie wieder in Leverkusen spielen. Der ecuadorianische Europameister von 2024 schlägt seine Zelte endgültig im Emirates Stadium auf – Arsenal zieht die Kaufoption und überweist Bayer 04 Leverkusen 52 Millionen Euro, wie der Bundesligist am Donnerstag bestätigte.
Der deal ist perfekt, die bilanz lacht
39 Einsätze, eine Premier-League-Krone und nun ein Fünfjahresvertrag bis 2029. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Mikel Arteta hat seinen Verteidigungsanker gefunden. „Piero war kein Leihgast, er war von Tag eins ein Leader“, postete der Champions-League-Finalist – ein Satz, der in Leverkusen wie ein Seufzer klingt.
Dort, in der BayArena, feierte der 24-Jährige erst vor zwölf Monaten den ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte. Nun trennen 52 Millionen und ein Flugticket nach London zwei Jahre, die sich wie ein Jahrzehnt anfühlen.

Leverkusen verabschiedet sich – mit einem krokodilstränen-emoji
„Du wirst immer willkommen sein“, twitterte Bayer 04 und hängte ein grünes Herz an die Nachricht. Die Fans kommentieren mit GIFs, in denen ein Kind weinend in ein Leverkusen-Trikot schlüpft. Nostalgie pur – und das obwohl Hincapie vier Jahre dort spielte, 133 Pflichtspiele absolvierte und sogar mit der U19 den Weltpokal holte. Doch Arsenal lockte mit Champions-League-Fußball und einem Gehalt, das die Werkself nie stemmen konnte.
Die Trennung war absehbar. Schon im Januar sickerte durch, dass die Gunners intern eine Klausel-Aktivierung für Juli 2026 planen. Nun, ein halbes Jahr früher als gedacht, wird sie fällig. Leverkusen kassiert 52 Millionen plus mögliche Bonusbeträge – genug, um gleich zwei Neuzugänge aus Südamerika zu finanzieren.

Vor der wm trifft er auf deutschland – und seine vergangenheit
Hincapie fliegt nicht direkt nach London. Erst steht die Weltmeisterschaft in den USA an, Ecuador trifft am Donnerstag um 22.00 Uhr auf die DFB-Elf. 54 Länderspiele hat er bereits, die zweite WM ist im Anmarsch. Für Leverkusen-Fans wird es bitter: Ihr ehemaliger Held könnte Deutschland den Traum vom Achtelfinale rauben, während Arsenal bereits plant, ihn am 9. Juli ins Sommer-Trainingslager nach Los Angeles einzufliegen.
Die Ironie: Erst gewann er mit Bayer den Titel, dann half er Arsenal dabei, die Premier League zu erobern. Jetzt will er dem DFB den Titel streitig machen. Eine Karriere im Zeitraffer – und sie ist längst nicht zu Ende.
