Blau-weiß linz: historischer sieg im abstiegskampf – und ein kurioser elfmeter!

Linz atmete auf. Blau-Weiß Linz hat am Samstag die WSG Tirol mit 5:0 deklassiert und den Abstiegskampf der Bundesliga neu belebt. Nach Ablauf der Partie deutet alles darauf hin, dass die Stahlstädter am kommenden Wochenende erstmals seit Ende November wieder den letzten Tabellenplatz verlassen könnten. Ein Sieg am Samstag in Wolfsberg und die „Rote Laterne“ wäre Geschichte.

Ein elfmeter, der kopf kratzen ließ

Das Spiel war bereits auf dem Weg in eine klare Angelegenheit für Blau-Weiß, als kurz vor der Pause ein Elfmeterpfiff die Gemüter erregte. Schiedsrichter Arnes Talic zeigte auf den Elfmeterpunkt, nachdem ein zweiter Ball auf das Feld gerollt war und die Spielsituation beeinflusste. Eine Entscheidung, die zwar korrekt nach IFAB-Regel 12.5 war, aber dennoch für einige Verwirrung sorgte – ein regelrechtes „Kuriositätenkabinett“, wie WSG-Trainer Philipp Semlic es nannte.

Ronivaldo avancierte mit einem Doppelpack zum gefeierten Mann des Abends, während auch Shon Weissman traf. Die Linzer dominierten das Spiel, ließen dem Gegner kaum Raum und schafften es, eine beeindruckende Balance zwischen Kampfgeist und spielerischer Eleganz zu finden. Michael Köllner, der Trainer von Blau-Weiß Linz, betonte nach dem Spiel, dass die Mannschaft zwar einen wichtigen Schritt gemacht habe, aber keinesfalls nachlassen dürfe. „Es nutzt uns nichts, wenn wir nur die Heimspiele gewinnen“, sagte er auf Sky. „Wir sind auch nächsten Samstag beim WAC gefordert, wieder druckvoll zu spielen.“

Der wac im freien fall – und altach auf kurs

Der wac im freien fall – und altach auf kurs

Die Situation in der Bundesliga ist angesichts der jüngsten Ergebnisse brisant. Der WAC taumelt dem Abgrund entgegen, während Altach gegen den GAK einen wichtigen Sieg errang und sich damit einen großen Schritt näher an den Klassenerhalt brachte. Die beiden direkten Duelle zwischen Blau-Weiß Linz und dem WAC in den nächsten Tagen werden daher entscheidend sein. Vier Punkte im Doppel würden für Blau-Weiß bedeuten, dass sie die Kärntner hinter sich lassen und den Abstiegsstrudel endgültig abreißen können.

Die WSG Tirol muss sich derweil mit ihrer eigenen Leistung auseinandersetzen. Trainer Semlic forderte eine deutliche Steigerung, da die Mannschaft im unteren Play-off in jeder Partie „fighten“ müsse. Denn Fußball bei der WSG sei eben ein „Energiespiel.“

Die aktuelle Tabellensituation verdeutlicht die Dramatik: Blau-Weiß Linz liegt nur noch zwei Punkte hinter dem WAC, während die WSG fünf Punkte vor dem Schlusslicht liegt. Der GAK hat sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone. Die Entscheidung wird in den kommenden Spielen fallen – und die Fans dürfen sich auf spannende Momente freuen.