Bitterer abschied: deutschland scheitert an paraguay – rückreise alles andere als reibungslos

Die WM-Träume sind geplatzt, der Traum vom Titel zerplatzt im Elfmeterschießen gegen Paraguay. Für die deutsche Nationalmannschaft heißt es Abschied aus dem Turnier, und die Rückreise nach Winston-Salem offenbarte ein weiteres Kapitel des desaströsen Abschneidens.

Verspätete abreise und turbulente landung

Zwei Stunden Verspätung! So begann die Heimreise der DFB-Elf von Winston-Salem. Die Maschine der Airline „Breeze“, die eigentlich schon am späten Montagabend ab Bedford (etwa 23 Kilometer nordwestlich von Boston) starten sollte, blieb im Hangar stecken. Die Landung in Winston-Salem erfolgte schließlich gegen ein Uhr nachts – eine weitere Enttäuschung nach dem sportlichen Aus.

Rudi Völler, der Teamchef, und seine Frau Sabrina waren als erste aus dem Airbus A220 gestiegen, gefolgt von Bundestrainer Julian Nagelsmann und seinem Staff. Jamal Musiala war der erste Spieler, der den Flieger verließ – die Stimmung war, wie erwartet, gedrückt und wortkarg. Die Gesichter verrieten die Enttäuschung, Gespräche blieben aus.

Ein Blick in die Kabine offenbarte eine ungewöhnlich hohe Anzahl an Familienangehörigen an Bord. Wie bereits bei den vorherigen Spielen gegen Curaçao, die Elfenbeinküste und Ecuador reisten zahlreiche Partner, Kinder und Eltern der Spieler mit. Besonders zu nennen sind Nagelsmanns Mutter Burgi und seine Frau Lena, sowie die Familien von Manuel Neuer und Joshua Kimmich.

Nagelsmanns zukunft ungewiss – dfb am zug

Nagelsmanns zukunft ungewiss – dfb am zug

Trotz des frühen Ausscheidens aus der WM hält Julian Nagelsmann an seinem Wunsch fest, Bundestrainer zu bleiben. „Dann muss man mir das sagen…“, ließ er wissen, was den Ball nun klar im Feld des Deutschen Fußball-Bundes liegt. Der DFB muss nun entscheiden, ob er an seinem Coach festhält oder eine neue Richtung einschlägt.

Die nächsten Tage werden entscheidend. Am heutigen Dienstag ist im Medienzentrum der „Wake Forest University“ eine Pressekonferenz geplant, bei der die Verantwortlichen des DFB vermutlich weitere Details zum weiteren Vorgehen bekannt geben werden. Die Spieler haben indes bereits die Möglichkeit, ihre Zelte abzubrechen und nach Hause zu fliegen. Antonio Rüdiger und Florian Wirtz gehörten zu den ersten, die ihre Abreise antreten ließen, begleitet von ihren jeweiligen Partnerinnen Aaliyah Cloße und weiteren Familienmitgliedern.

Im September stehen dann bereits die nächsten Länderspiele in der Nations League an, dem 24. September trifft Deutschland auf Holland. Die bittere WM-Pleite muss schnell vergessen werden, wenn die DFB-Elf in der Nations League wieder angreifen will – ein Neubeginn ist gefordert.