Billups vor gericht: pokermafia-skandal erschüttert nba

Chauncey Billups, Finals-MVP von 2004 und heute Coach der Portland Trail Blazers, sitzt plötzlich auf der Anklagebank. In Brooklyn verweigerte der 49-Jährige Ende November jedes Schuldeingeständnis – vor ihm liegt ein Prozess, der seine Hall-of-Fame-Karriere in einen Rauswurf ohne Zeitlupenwiederholung verwandeln kann.

Die anklage liest sich wie ein krimi

Seit 2019 soll eine Bande um 31 Beschuldigte in luxuriösen New Yorker Hotel-Suiten Poker-Tische manipuliert haben. Präparierte Mischmaschinen, Kontaktlinsen mit Infrarot-Filtern, versteckte Kameras und ein Tisch mit Röntgendurchblick sorgten dafür, dass High-Roller blankzogen. Die Schadenssumme: sieben Millionen Dollar. Billups fungierte laut FBI als „Face Card“ – ein Glanzköder, der wohlhabende Markenzeichen-Fans anlockte und sie anschließend an den Gewinnen beteiligte. Nach einem Oktober-2020-Spiel flatterten 50.000 Dollar auf sein Konto.

Was niemand wusste: Teile der Profite wanderten an die Gambino-, Genovese- und Bonanno-Familien. Die Mafia kassierte, die NBA darf jetzt erklären, wie einer ihrer Aushängeschilder in dieses Milieu rutschen konnte.

Kaution, hausarrest, karriere-check

Kaution, hausarrest, karriere-check

Fünf Millionen Dollar Kaution, ein Haus in Colorado als Pfand, Reisepass weg – Billups darf nur noch zur Gerichtsverhandlung. Die Trail Blazers suspendierten ihn unverzüglich und stellten die Bezahlung ein. Assistenzcoach Tiago Splitter übernahm, doch die Fragerei bleibt: Wer trägt die Imageschäden, wenn ein Franchise-Gesicht plötzlich mit organisiertem Verbrechen in Verbindung steht?

Am 4. März müssen sich alle Angeklagten erneut einfinden, Prozessbeginn ist für September 2026 geplant. Sollte das Gericht Billups für schuldig befinden, winken pro Anklagepunkt bis zu 20 Jahre Haft – ein Finale, das keine Trophäe verdient.