Billie jean king cup: deutsche damen kämpfen um den aufstieg!

Oeiras, Portugal – Der Druck ist hoch, die Aufgabe steil: Das deutsche Team im Billie Jean King Cup muss sich in Portugal in der Regionalgruppe Europa/Afrika I beweisen, um die Chance auf die Playoffs im Herbst nicht zu verpassen. Teamchef Torben Beltz blickt zwar mit Respekt, aber auch mit Zuversicht auf die kommenden Tage.

Junge wilden gegen erfahrene gegner

Am Dienstag startet das Turnier gegen die Gastgeberinnen aus Portugal, gegen die Beltz vor allem aufgrund der Heimvorteile gewarnt. „Gerade hier zu Hause werden sie bestimmt stark vom Publikum angefeuert“, so der Teamchef. Die Vorbereitung gestaltete sich vielversprechend: „Die drei Trainingstage waren wirklich sehr gut.“ Doch die Marschroute ist klar: Nur der Gruppensieg ermöglicht den Aufstieg in die Playoffs, ein Scheitern würde den Abstieg in die Regionalgruppe II bedeuten – ein Szenario, das niemand will.

Die enge Taktung der Spiele stellt die junge Mannschaft um Ella Seidel (21), Noma Noha Akugue (22) und Tessa Brockmann (20) vor eine enorme Herausforderung. Beltz muss taktisch geschickt vorgehen, um seine Spielerinnen frisch zu halten. „Die Mädels müssen wirklich viel spielen. Wir müssen als Betreuer-Team versuchen, taktisch gut aufzustellen, damit wir zur richtigen Zeit unsere Topspielerin frisch haben“, erklärt er.

Verluste und neuanfänge

Verluste und neuanfänge

Der kurzfristige Ausfall von Eva Lys, die sich ihre Knieverletzung aus Australien noch nicht erholt hat, schmerzt. Auch der Verzicht von Routinierten wie Laura Siegemund und Tatjana Maria (beide 38) ist spürbar. Aber Beltz sieht auch Chancen in der Jugend: „Es ist ein junges Team und ich denke, dass das Team lange spielen kann, weil alle jung sind.“ Nastasja Schunk (22) und Eva Bennemann (18) wurden kurzfristig nachnominiert, wobei Bennemann neben Noha Akugue ihr Debüt im Nationalteam feiert.

Beltz, der seit Ende 2024 als Bundestrainer tätig ist und im Februar zum Teamkapitän ernannt wurde, hat klare Ziele vor Augen. „Natürlich ist unser Ziel, die Gruppe zu gewinnen und dann um die Playoffs mitzuspielen. Das hat das Team auch drauf.“ Die kommenden Tage werden zeigen, ob die jungen deutschen Tennisdamen diesen Ansprüchen gerecht werden können. Die Konkurrenz ist stark, der Druck ist hoch, aber die Hoffnung auf den Aufstieg bleibt bestehen. Denn eines ist klar: Dieser Cup ist mehr als nur ein Turnier – er ist ein Spiegelbild des deutschen Tennissports und seiner Zukunft.