Bilbija schießt paderborn zum sieg – kettemanns lobeshymne!
Ein Spektakel der Extraklasse erlebten gestern Abend rund 15.000 Zuschauer in der Home-Deluxe-Arena: Der SC Paderborn und der 1. FC Magdeburg lieferten sich ein Tor-Festival, das am Ende mit 7:3 Toren für die Ostwestfalen endete. Und am Ende stand der Name Filip Bilbija im Mittelpunkt – mit einem Viererpack, der ihm den Ruf als Mann des Tages einbrachte.
Bilbija: von der bank ins rampenlicht
Nur wenige wussten, dass der gebürtige Berliner in den letzten Spielen häufiger auf der Bank schmoren musste. Doch Bilbija ließ sich nicht entmutigen und zahlte das Vertrauen von Trainer Ralf Kettemann in beeindruckender Weise zurück. Seine Tore – die Saisontreffer 11, 12, 13 und 14 – waren nicht nur spielentscheidend, sondern zeigten auch seine außergewöhnliche Torinstinkt.
Die Magdeburger konnten zwar immer wieder ausgleichen, doch Paderborn antwortete jedes Mal mit einem weiteren Treffer. Vier Führungen, vier Ausgleiche, und am Ende ein klarer Sieg für den SCP. Ein perfekter Abend für den Verein und vor allem für Filip Bilbija, dessen Leistung selbst seinen Trainer sprachlos machte.

Kettemanns ungewöhnliche ehrlichkeit
Nach dem Spiel ließ Ralf Kettemann seiner Begeisterung freien Lauf. Im Interview bei Sky gestand er offen: „Er hat keine einfache Saison – ich sage jetzt mal provokant – mit mir.“ Seine Leistungen hätten ihn nicht immer überzeugt, betonte der Coach, versprach aber auch: „Wenn er so spielt wie heute, dann spielt er immer.“ Eine Aussage, die im Raum steht und Bilbijas zukünftige Rolle im Team offen lässt, aber gleichzeitig seine Leistungsbereitschaft unterstreicht. Der SCP-Coach schien kurz davor, sich in einer ungewöhnlichen, fast schon genervten Ehrlichkeit zu verlieren, doch die Leistung seines Spielers wischte jede mögliche Kritik weg.
Die Torjägerliste zeigt Bilbijas beeindruckende Quote: In 24 Einsätzen erzielte er bereits 14 Treffer und teilt sich damit den zweiten Platz mit Marvin Wanitzek (KSC) und Isac Lidberg (SVD). Doch die letzten sechs Monate waren für den 25-Jährigen alles andere als einfach. Ein einziger Scorerpunkt zwischen Hin- und Rückspiel gegen Greuther Fürth deutet auf eine Phase der Flaute hin.
„Respekt. Totaler Respekt. Dieser Mensch ist krass“, so Kettemann, der Bilbijas unermüdlichen Einsatz lobte. „Er war immer am Start. Deshalb sage ich: Glückwunsch.“
Der Sieg gegen Magdeburg bedeutet für Paderborn einen wichtigen Schritt im Aufstiegsrennen. Mit vier Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz gehen die Ostwestfalen nun in die entscheidenden Spiele. Doch die Aufgabe wird nicht einfacher: In den verbleibenden Partien treffen sie auf direkte Konkurrenten wie Hannover, Schalke, Elversberg, Karlsruhe und Darmstadt. Mit drei Siegen in Folge und einem in Topform befindlichen Filip Bilbija blicken sie jedoch selbstbewusst nach vorne. Die Liga hat gesehen, was in ihm steckt – und Paderborn wird es nutzen.
