Biathlon-schock: röiseland übernimmt norwegisches frauen-team!
Osnabrück – Ein überraschender Wechsel erschüttert die Biathlon-Szene: Sverre Olsbu Röiseland, erst kürzlich vom Deutschen Skiverband (DSV) getrennt, übernimmt ab dem 1. Mai das Steuer über das norwegische Frauenteam. Nur wenige Wochen nach dem enttäuschenden Abschneiden der deutschen Athletinnen bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo kommt dieser Schritt für viele Beobachter unerwartet.

Die gründe für die trennung vom dsv bleiben im dunkeln
Die offizielle Begründung des DSV für die Trennung von Röiseland im März in Oslo lautete „private Gründe“. Doch hinter den Kulissen brodelte es offenbar. Neben der bevorstehenden zweiten Vaterschaft des 35-Jährigen, die ihn nach Norwegen zurückzog, wurde kurz nach den Winterspielen bei ihm Hodenkrebs diagnostiziert. Eine Operation soll erfolgreich verlaufen sein, was Röiseland selbst bestätigte. Ob diese gesundheitlichen Probleme eine größere Rolle bei der Entscheidung spielten, bleibt jedoch unklar.
Die Enttäuschung über die Leistungen der deutschen Frauen war groß. Bei Olympia gab es keine Medaille, und Franziska Preuß, die einzige Podestplatzierung im Weltcup erzielte, beendete nach den Spielen ihre Karriere. Kristian Mehringer, der zweite Coach, wird eine neue Position im Verband erhalten, seine Nachfolge steht noch aus.
Röiseland und Kristoffersen stellen das neue Team in Norwegen zusammen. Ihre erste große Aufgabe wird die Vorbereitung auf die Heim-WM 2029 am Holmenkollen und die Olympischen Winterspiele im darauffolgenden Jahr in Frankreich sein. Die Erwartungen sind hoch, und Röiseland muss schnell zeigen, dass er die richtigen Entscheidungen treffen kann, um das norwegische Team wieder an die Weltspitze zu führen. Die Frage, wie sich die Abgänge auf die Leistungsfähigkeit des Teams auswirken werden, bleibt vorerst unbeantwortet.
Der DSV muss nun einen Nachfolger für Röiseland finden, der die schwierige Aufgabe bewältigen kann, das Team wieder zu Höchstleistungen zu führen. Die Suche gestaltet sich jedoch offenbar schwierig, da die Hintergründe der Trennung von Röiseland weiterhin unklar sind. Nur die Zeit wird zeigen, ob der DSV den richtigen Mann oder die richtige Frau für diese wichtige Position finden wird.
