Biathlon-drama in mailand: preuß und wierer kämpfen um ein würdiges olympia-ende

Olympia 2026: rückschläge für preuß und wierer – massenstart als letzte chance

Mailand Cortina 2026 wird für Franziska Preuß und Dorothea Wierer zu einer emotionalen Zerreißprobe. Trotz der Bronzemedaille in der Mixed-Staffel erleben die beiden Biathlon-Stars bei ihren letzten Olympischen Spielen massive Rückschläge, vor allem im mentalen Bereich. Der Massenstart am Samstag stellt nun die letzte Möglichkeit dar, mit Olympia 2026 ins Reine zu kommen.

Preuß am tiefpunkt: nerven versagen

Preuß am tiefpunkt: nerven versagen

Nach einem vielversprechenden Start mit der Bronzemedaille in der Mixed-Staffel, übernahm der Nervenstress die Kontrolle über Franziska Preuß. Im Einzel verlor sie durch zwei Strafrunden eine sichere Medaille, und auch in der Verfolgung blieb das Podest unerreichbar. Selbst nach einer Strafrunde im Stehendanschlag der Staffel schwand die Hoffnung auf Edelmetall. Die 31-Jährige scheint sich selbst im Weg zu stehen, wie Eurosport-Kommentator Sigi Heinrich treffend bemerkte: „Franzi, nicht… Franziska Preuß muss in die Strafrunde. Das ist ja mörderisch, sie zerstört sich ja irgendwie selber gerade.“

Sportdirektor bitterling: „eine mentale geschichte“

Sportdirektor bitterling: „eine mentale geschichte“

„Natürlich ist es bitter, wenn die vermeintlich erfolgreichste und beste Athletin nicht das abrufen kann, was sie kann“, so Sportdirektor Felix Bitterling. Er analysiert die Probleme als rein mental: „Das ist eine mentale Geschichte. Irgendwas scheint derzeit in den Klamotten oder zwischen den Ohren drin zu hängen.“ Michael Rösch von Eurosport ergänzte, dass Biathlon zu 80 Prozent Kopfsache sei und ein Ausbrechen aus diesem Teufelskreis schwierig ist.

Wierer vor dem letzten rennen: emotionale achterbahnfahrt

Wierer vor dem letzten rennen: emotionale achterbahnfahrt

Auch für Dorothea Wierer neigt sich die Karriere dem Ende zu. Nach 6253 Tagen als professionelle Biathletin wird in Antholz der letzte Vorhang fallen. Die 35-jährige Südtirolerin will vor heimischem Publikum noch einmal alles geben. „Ich habe in jedem Rennen meiner Karriere alles gegeben und werde das auch in meinem letzten Rennen tun. Jeder strebt nach der Spitze. Ich hoffe, dass ich auch Spaß haben werde“, erklärte sie.

Enttäuschungen und hoffnungsschimmer

Enttäuschungen und hoffnungsschimmer

Die bisherigen Ergebnisse bei Olympia 2026 waren für Wierer ebenfalls enttäuschend. Nach Silber in der Mixed-Staffel folgten ein fünfter Platz im Einzel und ein 44. Rang im Sprint. Die Staffel endete mit einer Strafrunde im Liegendanschlag und dem verpassten Medaillentraum. Wierer selbst zeigte sich ratlos: „Ich weiß wirklich nicht, wie das passieren konnte. Die Bedingungen waren gut.“

Mut von legenden und zuversicht vom team

Mut von legenden und zuversicht vom team

Johannes Thingnes Bö, eine Biathlon-Legende, appelliert an Franziska Preuß, sich zu entspannen und den Spaß am Sport zurückzugewinnen. „Entspann dich, habe Spaß“, riet er. Auch Bundestrainer Kristian Mehringer fordert ein anderes Mindset: „Vielleicht mal ohne große Erwartungshaltung angehen, eher mehr genießen.“ Felix Bitterling ist zuversichtlich, dass Preuß sich wieder fangen wird, da sie bereits oft aus solchen Situationen gestärkt hervorgegangen ist.

Der massenstart: letzte chance für ein happy end

Der Massenstart am Samstag (ab 14:15 Uhr live auf Eurosport 1 und im Stream bei HBO Max) ist die letzte Gelegenheit für Preuß und Wierer, bei Olympia 2026 noch einmal zu glänzen. Ein erfolgreiches Abschneiden wäre ein würdiger Abschluss ihrer beeindruckenden Karrieren. Die Fans wünschen beiden Athletinnen ein Happy End auf der großen Bühne.