Berliner olympia-wahn: was die spiele wirklich kosten

Berlin träumt von Olympischen Spielen 2036 – oder später. Doch hinter der Euphorie verbergen sich immense Kosten. Der Senat hat ein neues Finanzierungskonzept vorgelegt, das mehr Fragen aufwirft als es beantwortet. rbb24 hat die Zahlen unter die Lupe genommen und zeigt, wo die Achillesferse des Berliner Olympia-Traums liegt.

Die dreifache bilanz: gob, udb und pob

Die dreifache bilanz: gob, udb und pob

Wer sich im Dschungel der Olympia-Finanzierung zurechtfinden will, muss sich mit kryptischen Abkürzungen vertraut machen: GOB (Games Organisation Budget), UDB (Urban Development Budget) und POB (Public Operations Budget). Während der GOB die direkten Kosten für die Durchführung der Spiele abdeckt – Tickets, Übertragungsrechte, temporäre Infrastruktur – beinhaltet der UDB die Investitionen in Sportstätten und Verkehr. Das POB schließlich ist die schwarze Kasse für Sicherheitsmaßnahmen, deren Höhe zum jetzigen Zeitpunkt bestenfalls geschätzt werden kann.

Der Senat wirbt mit einem Plus von 420 Millionen Euro beim GOB, das „insbesondere dem Berliner Schul- und Breitensport zufließen“ soll. Doch diese rosige Bilanz trügt, wie unsere Analyse zeigt. Denn die Einnahmeprognosen wirken optimistisch – fast schon wahnhaft. Allein bei den Ticketverkäufen wird mit Summen kalkuliert, die weit über den Erlösen der Olympischen Spiele in Paris liegen. Eine Luftbuchung, die sich bei schlechten Zeiten als teures Vergnügen erweisen könnte.

Die verborgenen Kosten: Neubauten und