Berliner derby der gefühle: preussen demütigt lok, dynamo blamiert sich in jena

In der Regionalliga Nordost schlägt der BFC Preussen den Spitzenreiter Lok Leipzig mit 3:1 – und das fast 90 Minuten in Überzahl. Während die Berliner jubeln, rutscht Stadtrivale BFC Dynamo nach einer 1:2-Pleite in Jena auf Rang 13 ab. Die Meisterschaft? Jetzt erst recht offen.

Rote karte nach 120 sekunden – leipzigs albtraum beginnt

Schon in Minute zwei flog Lukas Wilton nach einem wilden Grätschen gegen Philipp Kühn vom Platz. Der Schiedsrichter ließ sich nicht beeinflussen, doch die 6.227 Fans in der Bruno-Plache-Arena pfeiften bis zum Abpfiff. Chadi Ramadan nutzte die numerische Überlegenheit postwendend: Doppelpack nach 32 und 48 Minuten. Dazwischen ließ Niklas Brandt den Ball aus 14 Metern unbedrängt einschlagen. Malik McLemore sorgte nur für einen Alibi-Treffer – mehr nicht. Die Leipziger müssen nun zittern, denn Jena rückt dicht auf.

Pyro-sturm in jena – dynamo verspielt chancen und anstand

Pyro-sturm in jena – dynamo verspielt chancen und anstand

Am Ernst-Abbe-Sportfeld ging es kaum ruhiger zu. Timo Burmeister köpfte Jena per Flanke in Führung, Manasse Eshele tunnelte nach einem katastrophalen Rückpass sogar das 2:0. Leander Fritzsche gab noch Hoffnung, doch dann flogen Bengalen und Rufe von vermummten Dynamo-Fans. Spielunterbrechung, acht Minuten Unterbrechung, Platzverweis für die Mannschaften. Nach dem Restart vergab Willi Reincke aus fünf Metern den Ausgleich – Köpfchen vorbei, Saison weiter im freien Fall. 36 Punkte, nur drei mehr als die Abstiegszone. Die Berliner könnten bald mehr als nur Punkte verlieren.

Oben bleibt Lok bei 68 Zählern, Jena schlägt mit 66 zurück. Die Meisterschaft entscheidet sich wohl erst am letzten Spieltag. Preussen? Die feiern sich selbst – und wissen, dass sie Leipzigs Titeltraum ein Stück weit zerstört haben.