Berlin bekommt 15.000-nba-kathedrale – albas sprung in die weltliga perfekt
15.000 Zuschauer, dreistellige Millionensumme, Start 2027: Die NBA will in Berlin eine eigene Arena hochziehen – und macht damit Albatrosse-Teilnahme an der NBA Europe zur reinen Formsache.
Adlershof wird zur basketball-schaltzentrale
Der amerikanische Bankenkonsortial-Vertrag liegt laut „Berliner Morgenpost“ unterschriftsreif. Auf dem Campus neben der Arena entsteht ein Komplett-Campus: Profi-Trainingszentrum, WNBA-Feld, Jugendakademie – alles unter einem Dach. Die Fluglärm-Argumente der Anwohner dämpft der geplante Standort direkt an der A113: Ein Taxi zur Terminal-Halle des BER dauert acht Minuten, ein Plus, das NBA-Europa-Chef George Aivazoglou schon lange auf seiner Checkliste abhakt.
Für Alba-Chef Marco Baldi ist der Freitag der Tag der Wahrheit. Im Sportausschuss des Abgeordnetenhauses legt er die Machbarkeitsstudie vor – ein Papier, das intern schon als „Go“ gilt. Zwei Jahre Mietschmiede in der Uber Arena bis zur Einweihung 2029? Kleinigkeit, verglichen mit dem Chaos, das die Eisbären-Konzert-Kalender derzeit verursachen.

Deutschlands platzziffer eins steht fest
DBB-Präsident Ingo Weiss ließ Mitte März in Bonn keinen Zweifel: „Alba Berlin ist dabei – Punkt.“ Die Liga wird 2027/28 starten, acht Teams, davon zwei deutsche. Bayern München buhlt um den zweiten Slot, doch Berlin hat die Infrastruktur bereits in der Tasche. Die Message an die Konkurrenz: Wer nicht baut, fliegt raus.
Die Summe? Insider sprechen von 350 Millionen Euro, finanziert durch US-Banken, nicht durch Steuerzahler. Die Stadt liefert das Grundstück, die NBA liefert das Know-how – und Alba liefert die Marke, die in Deutschland für Basketball steht wie kein zweiter Club.

Ende der mietermentalität
Seit 2008 hüpft Alba durch Berlins Hallen, mal als Untermieter der Eisbären, mal mit improvisierten Tribünen in der Schmelinghalle. Die neue Kathedrale bedeutet: eigene Spielzeiten, eigene VIP-Lounges, eigene Wertschöpfung. Die Ticketpreise werden steigen – und trotzdem werden 15.000 Plätze weg sein wie warme Semmeln. Die Nachfrage nach NBA-Spielen in Europa ist längst größer als das Angebot.
Die Baustelle in Adlershof startet 2025, Fertigstellung 2029. Zwischenzeitlich darf Alba in der Uber Arena auftrumpfen – diesmal aber nicht als Gast, sondern als Gastgeber einer globalen Liga. Wer dann noch von „Work in Progress“ spricht, versteckt sich hinter einer Realität, die längst gebaut wird.
