Benfica zahlt 73.000 euro: rassismus gegen vinícius wird zur luxus-strafe

73.000 Euro – so viel kostet es, wenn zwei Fans denken, sie könnten Vinícius Junior im Estádio da Luz zum Affen machen. Die Uefa lässt Benfica Lissabon für genau diese Geste bluten: 40.000 Euro wegen „rassistischer und/oder diskriminierender Handlungen“, plus 33.000 Euro für Pyro, Laser und fliegende Münzen. Die Rechnung trägt das Datum des 0:1 gegen Real Madrid, doch die Folgen folgen erst jetzt.

Teilweise stadionsperre auf bewährung – das schwert bleibt hängen

Die Tribüne, aus der die Gesten kamen, darf künftig halb leer bleiben – wenn es noch einmal knallt. Das Urteil steht unter Vorbehalt: Ein Jahr Bewährung, dann kommt der nächste Rassismus-Vorfall, und Benfica spielt vor reduziertem Publikum. Die Uefa nennt das „bedingte Sperre“, klingt wie ein juristisches Streichholz, zündet aber sofort, wenn ein einzelner Fan erneut ausrastet.

Assistenztrainer Pedro Luis Ferreira Machado muss zuschauen – ein Spiel Sperre wegen unsportlichen Verhaltens. Kein Platz auf der Bank, keine Kopfhörer, keine Einflussnahme. Die Uefa lässt keine Verwaltungslücke offen.

Prestianni bleibt vorert draußen – der argentinier schweigt, die ermittler nicht

Prestianni bleibt vorert draußen – der argentinier schweigt, die ermittler nicht

Gianluca Prestianni, 20, Argentinier, Seitenstarter, hielt sich das Trikot vor den Mund, als Vinícius nach seinem Tor jubelte. Real-Spieler behaupten, sie hätten „Affe“ gehört. Die Uefa sperrt vorsorglich, die Beweisaufnahme läuft weiter. Prestiannis Karriere steht still, sein Mund war es angeblich auch.

Benfica reagiert mit einem Statement, das zwischen Schuldeingeständnis und Selbstschutz schwankt: „Wir distanzieren uns.“ Mehr steht da nicht. Die 73.000 Euro aber stehen fest, und sie sind bereits überwiesen. In Lissabon rechnet man jetzt nicht in Toren, sondern in Strafen. Die nächste Rechnung kommt bestimmt – wenn nicht aus Madrid, dann aus der eigenen Kurve.