Bellingham auf der bank: war das ein fehler von ancelotti?

Madrid bangte um die ChampionsLeague – und Ancelotti ließ Bellingham vor dem entscheidenden Rückspiel gegen Bayern München auf der Bank. Ein Schachzug, der viele Fragen aufwirft und die Diskussionen um die Aufstellung des italienischen Trainers neu entfacht hat. Die Leistung des Teams im Bernabéu war alles andere als überzeugend, und die Frage, ob der Engländer von Beginn an hätte spielen sollen, wird nun lauter.

Thiago und valverde: fehlende durchschlagskraft im mittelfeld

Thiago und valverde: fehlende durchschlagskraft im mittelfeld

Während Arbeloa in der Pressekonferenz noch versicherte, dass Madrid mit Bellingham besser sei und der Youngster Einsatzzeit erhalten würde, blieb der Superstar letztlich nur ein Joker. Thiago und Valverde, die das Mittelfeld bewohnten, konnten an diesem Abend schlichtweg nicht überzeugen. Thiago wirkte blass, Valverde fand selten die Linie zu den entscheidenden Offensivaktionen. Es war ein Abend, an dem die Kreativität im Zentrum fehlte, und viele Beobachter fragen sich, ob die Rotation des Kaders nicht zu weit ging.

Güler zeigte zumindest ansatzweise, was möglich wäre, verlor aber im Laufe des Spiels an Kraft. Tchouaméni, der anstelle von Bellingham begann, sah zudem die gelbrote Karte, was ihn für das Rückspiel in München fehlen wird – eine weitere Hiobsbotschaft für Ancelotti.

Die Leistungsexplosion in der zweiten Halbzeit, die zwar nicht zum Sieg reichte, ließ viele Fans jedoch darüber nachdenken, ob Bellingham von Beginn an die fehlende Konstanz gebracht hätte. Sein später Einwechslung brachte frischen Wind, und der präzise Pass auf Mbappé in einer Konteraktion war ein Beweis für sein Potential. Doch die Frage bleibt: Hätte er diesen Einfluss bereits in der Startaufstellung entfalten können?

Militao hingegen, ebenfalls nur auf der Bank beginnend, deutete an, dass er gegen den Angriff des FC Bayern eine wichtige Rolle spielen könnte. Seine solide Leistung nach Einwechslung ließ Hoffnungen aufkommen, dass er in München eine stabilisierende Wirkung zeigen wird. Mendy könnte ebenfalls zurückkehren, was die Defensive weiter verstärken würde.

Die Ausgangslage für das Rückspiel ist alles andere als rosig. Doch mit der Rückkehr von Bellingham und der möglichen Integration von Militao und Mendy gewinnt der Madríd-Kader an Substanz. Ancelotti steht nun vor der Aufgabe, die richtigen Schlüsse aus dem Hinspiel zu ziehen und eine Aufstellung zu finden, die dem Team die besten Chancen auf ein Wunder in München gibt. Der Druck ist enorm, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.