Bellingham auf der bank: war das ein fehler von ancelotti?

Madrid – Ein Raunen ging durch das Bernabéu, als die Aufstellung bekannt wurde: Jude Bellingham, der Dreh- und Angelpunkt des Mittelfelds, saß auf der Bank. Nach seinen beeindruckenden Leistungen in den letzten Wochen ein überraschender Schritt von Trainer Carlo Ancelotti, der sich im Nachhinein als fragwürdig erweist. War es ein taktischer Fehler, der dem Real Madrid letztlich den Sieg gegen Bayern München kostete?

Thiago und valverde: die alternativen blassen

Thiago und valverde: die alternativen blassen

Vor dem Spiel hatte Arbeloa in der Pressekonferenz erklärt, dass das Team mit Bellingham nicht optimal sei, was für Verwunderung sorgte. Er deutete an, dass der Engländer zwar Einsatzzeit bekommen würde, betonte aber die vermeintlichen Vorteile, Thiago im Zentrum zu sehen. Doch Thiago Pitarch wirkte gestern Abend blass, kämpfte zwar, fand aber selten die entscheidenden Anspielstationen. Auch Valverde konnte nicht seine gewohnte Weltklasselaufleistung abrufen. Güler zeigte zumindest ansatzweise, was in ihm steckt, verpuffte aber letztendlich im hohen Pressing der Bayern.

Die Tatsache, dass Bellingham erst in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde, wirkt im Nachhinein wie ein verpasster Kniff. Seine Präsenz veränderte das Spiel, er sorgte für mehr Ruhe und Präzision im Aufbau. Ein brillanter Pass auf Mbappé in einer Konteraktion war Beweis seiner Klasse.

Die Folgen sind deutlich: Ein Spiel, in dem das Mittelfeld des Real Madrid an vielen Stellen zu kämpfen hatte. Einzig Tchouaméni zeigte eine ansprechende Leistung, während Militao nach seiner Einwechslung stabilisierte. Mendy, der in Mallorca bereits gute Ansätze zeigte, könnte für die Rückrunde in München eine wichtige Rolle spielen, um die Defensive zu verstärken.

Tchouaméni spricht Klartext: