Becker fordert damen-night-sessions bei french open – mauresmo kontert!

Paris – Der Tenneisszene ging ein Aufschrei durch die Gänge: Boris Becker schießt unmissverständlich gegen die Turnierleitung der French Open. Warum werden Damen-Matches weiterhin von der Night Session ausgeschlossen? Die Antwort, so Becker, liegt in der Angst vor kurzen Spielzeiten – ein Argument, das der Tennis-Legende nicht gelten macht. Die Diskussion spitzt sich zu, während Aryna Sabalenka heute Abend gegen Naomi Osaka auf das Center Court tritt.

Ein blick zurück: wann gab es das letzte damen-highlight am abend?

Es ist schon eine Weile her, seit ein Damen-Match das Publikum in der „Session de Soirée“ begeisterte. Vor drei Jahren standen sich Aryna Sabalenka und Sloane Stephens gegenüber – ein Duell, das in Erinnerung geblieben ist. Doch seitdem blieb die Night Session Männern vorbehalten. Becker kritisiert diese Praxis scharf und fragt: Warum sollten die Damen nicht auch abends ihre Chance bekommen, egal wie lange das Match dauert?

Becker’s Forderung: Der Abend soll früher beginnen. Eine einfache, aber wirkungsvolle Lösung, die sowohl Damen- als auch Herrenpartien unter einen Hut bringen würde. Die Ticketpreise für die begehrten Abendspiele sind immens – bis zu 280 Euro! Für ein schnelles Match in zwei Sätzen wäre das eine Unverschämtheit, findet Becker.

Mauresmo verteidigt das bestehende system

Mauresmo verteidigt das bestehende system

Turnierdirektorin Amélie Mauresmo sieht die Sache anders. Sie betont, dass es keineswegs um eine Abwertung der Damen geht. „Es ist keine Frage des Könnens“, stellt sie klar. Vielmehr müsse man die Interessen der 15.000 Zuschauer berücksichtigen, die sich ein langes, spannendes Tennismatch wünschen. Das bestehende Format mit einem einzigen Abendspiel soll gewährleistet, dass die Zuschauer ihr Geld wert bekommen – ohne dass der Spieltag zu lange dauert.

Die Diskussion geht weiter, und es bleibt abzuwarten, ob Becker’s Forderung Früchte tragen wird. Die aktuellen French Open werden voraussichtlich beim bewährten System bleiben, doch die Debatte um die Gleichberechtigung im Tennis ist noch lange nicht abgeschlossen. Und während die Fans gespannt auf das Duell Sabalenka gegen Osaka blicken, bleibt die Frage: Wie lange kann die Turnierleitung die traditionelle Ordnung aufrechterhalten?