Becker: alcaraz ist ein 'echter künstler' – und braucht sinner!

Carlos Alcaraz, die Nummer eins der Welt, hat einen Fürsprecher erster Klasse: Boris Becker. Der Tennis-Legende sieht im jungen Spanier nicht nur einen 'faszinierenden' Spieler, sondern auch einen 'wahren Künstler' auf dem Platz. Doch Becker warnt: Alcaraz benötigt Herausforderungen, um seine absolute Topform zu halten.

Die inspiration durch den rivalen

Becker, der anlässlich der bevorstehenden Laureus Awards in Madrid sprach, lobte Alcaraz in den höchsten Tönen. „Er ist genau das, was die Tenniswelt braucht. Sehr charismatisch, eine Freude zu sehen“, so der ehemalige Wimbledon-Sieger. Besonders hervorhob er die Dynamik zwischen Alcaraz und seinem Erzrivalen Jannik Sinner. „Alcaraz hat keine Schwäche. Aber alle Künstler brauchen Inspiration. Und er findet diese in Sinner und in einigen Herausforderungen“, erklärte Becker.

Es ist ein interessantes Detail, das Becker anspricht: Wenn die Siege zu leicht fallen, könnte Alcaraz sich langweilen. Diese Beobachtung zeigt, dass Becker den jungen Spanier genau kennt und die psychologischen Aspekte des Leistungssports versteht. Er weiß, dass auch der größte Champion seine Motivation aus der Konkurrenz und dem Streben nach neuen Zielen bezieht.

Die nächste generation drängt nach

Die nächste generation drängt nach

Becker sieht in Alcaraz und Sinner eine positive Entwicklung für den Tennissport, fordert aber gleichzeitig weitere Spieler, die sich in die Weltspitze drängen. Neben Alexander Zverev, der bereits zu den Top-Spielern gehört, nannte er einige vielversprechende Talente. Der französische Youngster Arthur Fils, der nach einer Rückenverletzung sein Comeback feiert, könnte laut Becker durchaus das Potenzial haben, Alcaraz und Sinner herauszufordern. Auch der US-Amerikaner Learner Tien und der Brasilianer Joao Fonseca wurden von Becker besonders gelobt.

„Fonseca schätze ich sehr. Sein Zukunft ist ebenfalls strahlend“, betonte Becker. Doch er mahnte auch: „Sie müssen ihr Spiel noch ein wenig verbessern. Sie müssen zeigen, was in ihnen steckt, wenn es wirklich darauf ankommt – in den Halbfinals und Finals der großen Turniere. Und hier sind Alcaraz und Sinner noch in einer ganz anderen Liga.“

Becker, selbst als 17-jähriger Wimbledon-Sieger Geschichte schrieb, kennt die Anforderungen an die absolute Spitze. Er weiß, dass Talent allein nicht reicht – es braucht harte Arbeit, mentale Stärke und die Fähigkeit, unter Druck zu bestehen. Die jungen Wilden müssen sich beweisen, wenn es um die großen Titel geht. Nur dann können sie Alcaraz und Sinner wirklich gefährden.