Bayern-trio jagt messi & co.: kane, olise, díaz pulverisieren 157 tor-beteiligungen
Der Blick auf die Zahlen tut weh – zumindest, wenn man Barça oder Real Madrid heißt. Harry Kane, Michael Olise und Luis Díaz haben in ihrer ersten gemeinsamen Saison 157 Scorerpunkte zusammengeschossen, zuletzt im Champions-League-Feuerwerk gegen Paris. Damit klettern sie bereits auf Rang drei der ewigen Trio-Bestenliste, lassen die BBC- und MSN-Mythen alt aussehen und rütteln an der spanischen Vorherrschaft im europäischen Angriffszirkus.
Die bayern-blitz-ehe: perfektion statt ehekrise
Andere Kombinationen brauchten Jahre, um sich zu verstehen. Die Münchner? Ein Sommer, ein Umschwung. Diaz’ Wechsel vom Liverpooler Beton direkt in die Münchner Freiluftkunst war der Funke, Olises Spielverständnis das Katalysator-Pulver, Kanes Klinik im Strafraum die tödliche Konsequenz. 61 direkte Torbeteiligungen stehen beim englischen Kapitän, 49 beim französischen Regisseur – beide Werte wären in jedem Jahrzehnt golden gewesen.
Die Geschwindigkeit, mit der sich die drei synchronisiert haben, ist laut Sportpsychologen nur mit der rasanten Orientierung von Musikern in einer Jam-Session vergleichbar: jeder spielt seine Solo-Einlage, doch der Song bleibt kompakt. Die Gegner tanzen verkehrt.

Spanisches monopol bröckelt – rekordjäger mit vollgas
Seit Lionel Messi 2014 den Begriff MSN salonfähig machte, schien die Spitze der Trio-Ranglisten ein geschlossener Klub der Primera División zu sein. Barcelona und Real Madrid teilten sich die Plätze eins bis acht, die Bundesliga war nur Randnotiz. Jetzt ist der FC Bayern der erste Nicht-La-Liga-Verein, der die 92-Tore-Marke der Lewandowski-Gnabry-Müller-Saison 2019/20 nicht nur übertrifft, sondern pulverisiert.
Die Verfolgerliste oben zeigt nur noch eine einzige rote Laterne: die 122 Tore der Messi-Suárez-Neymar-Edition 2015/16. Alles andere ist greifbar, weil die Bayern noch mindestens acht Pflichtspiele vor sich haben – zwei Liga-Resttermine, Pokal, Champions-League-K.o.-Phase. Bei momentaner Ausbeute winkt ein Vorstoß auf 180 Beteiligungen.

Titel sprechen lauter als excel-tabellen
Giovane Élber warnte kürzlich im kicker: „Solange die Meisterschaft nur digital auf dem Smartphone steht und nicht im Schaukasten, bleiben sie eine Fußnote.“ Der Brasilianer trifft einen wunden Punkt. Die aktuelle Offensive kann noch so hämmern – ohne Pokal wird sie als statistische Kuriosität enden, nicht als Epoche.
Das gute Omen: Die Bundesliga ist so gut wie durchgespielt, das Pokal-Halbfinelle gegen Frankfurt anstehend, und in der Champions League wartet Manchester City. Sollte Kompany das Triple holen, stünde das Trio nicht nur oben in der Excel-Liste, sondern auch im Museum neben Beckenbauer, Müller und Robben.
Bayern-Boss Max Eberl ließ sich nach dem 4:2 gegen Paris nur eines entgehen: „Wir haben gerade 157 Argumente gekauft, warum der Fußballgott momentan in München wohnt.“ Er könnte bald 180 Argumente zählen – und eine silberne Trophäe als Beleg.
