Bayern-hooligans: arena bleibt voll – uefa schlägt hart zu!
München atmet auf: Trotz des chaotischen Innenraumsturms im Viertelfinal-Rückspiel gegen Real Madrid wird die Münchner Arena im Halbfinal-Duell gegen Paris Saint-Germain nicht leer bleiben. Die UEFA entschied sich gegen eine Zuschauerseperre, verhängte aber eine empfindliche Strafe gegen den deutschen Rekordmeister.

Die rechnung schmerzt: bayern muss tief in die tasche greifen
Die UEFA macht kurzen Prozess mit den Ausschreitungen im Allianz Arena. Insgesamt werden 89.625 Euro fällig, eine Summe, die den Verein vor eine beachtliche Herausforderung stellt. 40.000 Euro entfallen auf die „Zuschauerunruhen“ selbst, weitere 30.000 Euro für die Verbreitung einer „für eine Sportveranstaltung ungeeigneten Botschaft“. Dazu kommen noch 14.000 Euro für das Blockieren öffentlicher Durchgänge und 5.625 Euro für das Werfen von Gegenständen. Die Disziplinarkommission zeigt damit deutlich, dass solches Verhalten keine Akzeptanz findet.
Christoph Freund, der Sportdirektor des FC Bayern, hatte sich zwar optimistisch geäußert, dass die Sanktionen nicht zu drastisch ausfallen würden. Die Sorge vor einem teilweisen Ausschluss der Fans vor dem entscheidenden Rückspiel am 6. Mai war real. „Wir gehen davon aus, dass wir mit einem vollen Stadion gegen Paris ein Fußballfest feiern können,“ so Freund, der sich nun offenbar bestätigt sieht.
Die Südkurve, die im Verlauf der Saison bereits mehrfach durch Pyrotechnik für Schlagzeilen sorgte, muss sich ebenfalls in Grenzen halten. Nach wiederholten Verstößen wurde sie bereits teilweise gesperrt. Aus organisatorischen Gründen ließ der Verein die entsprechenden Plätze im Januar beim Spiel gegen Union Saint-Gilloise leer, eine Maßnahme, die nun offenbar aufgehoben wird, um die Stimmung im Halbfinal-Rückspiel zu maximieren.
Das Hinspiel gegen Paris findet kommenden Dienstag im Prinzenpark statt. Die Erwartungen sind hoch, und die Fans des FC Bayern dürfen hoffen, dass die kommenden Spiele nicht von weiteren Zwischenfällen überschattet werden. Denn eines ist klar: Die UEFA lässt keinen Spielraum für Fehlverhalten und wird auch in Zukunft unnachgiebig gegen Verstöße vorgehen.
