Bayern-frauen siegen müde – imade rettet den titel-matchball
Der FC Bayern ist einen großen Schritt näher an der vierten deutschen Meisterschaft in Folge. Im bayerischen Derby gegen den 1. FC Nürnberg reichte ein 2:0, um den Vorsprung auf den VfL Wolfsburg auf 14 Punkte auszubauen – und das trotz sieben Wechseln im Vergleich zum Champions-League-Hinspiel. Edna Imade (46.) und Natalia Padilla-Bidas (80.) erledigten den Ligapflichtsieg, bevor am Dienstag Manchester United erneut ansteht.

Barcala rotiert, imade trifft – die rotation zahlt sich aus
José Barcala hatte Maria Luisa Grohs zwischen die Pfosten gestellt, Pernille Harder auf der Bank belassen und trotzdem die Kontrolle. Die erste Hälfte verstrich ohne Tor, aber mit viel Ballbesitz. Nach der Pause dann der Joker: Imade stürzte sich auf eine Hereingabe nach Ecke, Nürnberg hatte nicht reagiert. Das 0:1 war Programm, das 0:2 folgte, weil Imade auch die Vorlage gab. Drei Tage nach dem 3:2 in Old Trafford war das genau das, was Barcala brauchte: kein Kräfteverschleiß, kein Risiko, drei Punkte.
Die Zahler sind hart: 20 Siege in 21 Liga-Spielen, nur ein Remis, 59 Punkte. Wolfsburg kann am Sonntag verkürzen, aber selbst dann blieben noch fünf Spieltage. Die Meisterschaft ist längst keine Frage mehr, sondern eine Formalie. Die Frage, die bleibt, ist, ob die Bayern auch Manchester United aus dem Weg räumen. Das Rückspiel im Viertelfinale steigt am Dienstag in München. Nach diesem Arbeitssieg sind die Akkus wieder ein Stück voller.
Die Arena war nicht ausverkauft, aber laut genug, um zu hören, dass die Saison jetzt erst richtig beginnt. Die Liga ist gelaufen, Europa wartet. Und wer jetzt noch fragt, warum Barcala rotiert, hat die Antwort gesehen: Imade stand goldrichtig, Padilla-Bidas auch. Der Rest war Formsache. Der Rest ist Geschichte.
