Bayern-frauen fegen hsv aus dem pokal und jagen den triple-traum
Drei Tore, null Gegentore, 90 Minuten Diktat: Die Frauen des FC Bayern haben den Hamburger SV im Viertelfinale des DFB-Pokals mit 3:0 vom Platz gefegt und vor 12.800 Zuschauern im Volksparkstadion die nächste Titelwarnung versendet. Einziger Wermutstropfen: Die Rothosen hätten beinahe einen Elfmeter kassiert, doch Schiedsrichterin Miriam Schwermer blieb stumm.
Frühes tor, späte vorentscheidung
Schon nach sechs Minuten lag der Ball im Netz. Giulia Gwinn flog über die rechte Bahn, ihre Hereingabe rutschte Keeperin Lea Paulick über den Handschuh – Edna Imade stand goldrichtig und nickte zur Führung ein. Der frühe Schock ließ den HSV erstarren, die Münchnerinnen übernahmen das Kommando, ließen den Ball laufen, schoben die Linien nach vorn. Doch Chancenverwertung? Verbesserungswürdig. Erst nach der Pause legten sie nach.
Franziska Kett sorgte in der 66. Minute für die Vorentscheidung, nachdem Pernille Harder mit einem Diagonalpass wie auf Band gespielt hatte. Den Schlusspunkt setzte Natalia Padilla Bidas, die einen Fallrückzieher-Pass von Linda Dallmann mit der Spitze verwandelte – 3:0, Abpfiff, nächster Halt: Halbfinale.

18-Jährige debütiert – und macht sich direkt bemerkbar
Kurz vor Ende durfte Laila Portella ran, Junioren-Nationalspielerin, gerade mal 18 Jahre alt. Ihre ersten Ballkontakte im Seniorenbereich? Lässig, kurz Dribbling, dann ruhig abspielen. Kein Nervenflattern, keine Bammel. „Das Mädel hat Niveau“, sagte Co-Trainer Tommy Stroot bereits im Wintertraining. Gegen den HSV bekam das gesamte Land einen Vorgeschmack.
Die Bayern-Frauen haben nun 14 Pflichtspiele in Folge gewonnen, kassierten dabei nur zwei Gegentore. Die Statistik schreit nach Titel Nummer drei. Und die Konkurrenz? Wolfsburg wartet, Frankfurt lauert, Potsdam träumt. Aber wer diesen Bayern-Express stoppen will, braucht mehr als Glück – der Gegner braucht einen Plan, 90 Minuten Konzentration und eine Schippe Selbstvertrauen.
Die nächste Runde ist Anfang Mai. Bis dahin heißt es: Liga laufen, Champions League zwischendurch, Pokal im Visier. Drei Töpfe, ein Ziel: alles mitnehmen. Der FC Bayern ist auf Kurs – und die Gegner wissen es.
