Bayern-chefs wettern gegen dingert – klatsche nach fehlentscheidung

Die Bayern-Führung dreht auf. Nach der 1:1-Pleite in Leverkusen entlädt sich die Wut über Schiedsrichter Christian Dingert – und das nicht hinter vorgehaltener Hand.

Präsident Herbert Hainer attackiert den Unparteiischen beim Bild-Interview frontal: „Normalerweise kommentiere ich Schiedsrichter nicht, aber dieses Mal hatte er einen gebrauchten Tag. In Bayern sagt man zu sowas: ‚Satz mit x, das war wohl nix‘.“ Der Grund ist schnell benannt: In der 84. Minute flog Luis Díaz wegen vermeintlicher Schwalbe mit Gelb-Rot vom Platz, obwohl TV-Bilder keinen Kontakt zeigen.

Dingert räumt fehler ein – münchen lacht bitter

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Der Referee gesteht postwendend: „Wenn ich jetzt die Bilder sehe, ist es kein Elfmeter, das ist mal klar. Gelb-Rot ist sehr hart, das würde ich jetzt nicht mehr so geben.“ Eine Seltenheit, die die Bayern-Kabine nicht wärmt. „Das Eingeständnis ist aller Ehren wert – hilft ‚Lucho‘ und uns aber nichts“, so Hainer.

Schon zuvor hatte Ehrenpräsident Uli Hoeneß den Turbo gezogen: „Das ist die schlechteste Leistung eines Schiedsrichter-Teams, die ich je bei einem Bundesligaspiel erlebt habe.“

Der Punkt in Leverkusen kostet die Münchner womöglich die Herbstmeisterschaft. Der Vorsprung auf Bayer schmilzt auf zwei Zähler – und die Liga spürt den Druck der Rekordmeister erneut hautnah.