Bayern zerlegt real und kassiert den nächsten super-gegner: kompany muss zuschauen
München, 4:3 – und plötzlich steht Paris im Raum. Der FC Bayern schickt Real Madrid nach Hause, doch der Triumph kostet den Coach. Vincent Kompany fehlt im Halbfinale gegen PSG, weil er im Prinzenpark auf der Tribüne sitzt. Die Mannschaft jubelt trotzdem, Joshua Kimmich spricht von „den beiden besten Teams Europas“ und Jan-Christian Dreesen nennt Paris den Favoriten. Die Show geht weiter, nur der Regisseur darf kurz nicht auf dem Rasen stehen.
Kompany raus, glaube drin
Die Gelb-Rote gegen den Belgier war die einzige Blessur des Abends. „Ich kann das nicht verstehen“, sagt er, „aber die Jungs lösen das.“ Seine Ansprache in der Kabine wird fehlen, doch der Kern bleibt: Kimmich, Sané, Musiala – und vorne die Torgefahr von Harry Kane, Michael Olise und Luis Díaz, die gegen Madrid drei Tore in 19 Minuten erzielten. Die Defensive aber schwankte, Manuel Neuer steuerte zwei individuelle Fehler bei. „Topform war das nicht“, gibt Kimmich offen zu. Gegen Kylian Mbappé und Ousmane Dembélé wird das nicht reichen.
Max Eberl sieht trotzdem kein Selbstzweifel-Drama. „Dieser Verein lebt extrem und steht zusammen“, sagt der Sportvorstand. Die Choreografie des Spiels war tatsächlich nicht zu überbieten: Führung, Rückstand, Ausgleich, erneuter Rückstand, dann der 4:3-Knaller in der 89. Minute. Die Südkurve explodierte, Kompany klatschte von der Seitenlinie – und wusste, dass er in Paris nur noch per Headset mitreden darf.

Psg wartet mit offenen armen
Die Termine stehen: 28. April im Prinzenpark, 6. Mai in der Allianz Arena. Paris hat die Liga so gut wie gewonnen, Mbappé läuft auf Hochtouren und Trainer Luis Enrique schickt seine Mannschaft mit nur einer Niederlage im Jahr 2026 ins Duell. „Wenn einer Favorit ist, dann Paris“, sagt Dreesen und meint damit vor allem die individuelle Klasse. Kimmich warnt vor der „Primetime-Form“ der Franzosen: „Sie treffen den Schalter immer genau dann.“
Die Bayern werden ohne Kompany agieren müssen, dafür mit dem Momentum eines 4:3 gegen den Königsklassen-Rekordmeister. Die Hypothek ist bekannt, die Lösung auch: „Wir können Fußball spielen, aber vor allem können wir uns wehren“, betont Eberl. Die nächste magische Nacht ist nur zwei Wochen entfernt – und sie wird entscheiden, ob München im eigenen Stadion das Finale erlebt oder Paris erneut den Henkelpott in den Himmel reckt.
