Bayern warnt vor real: rummenigge sieht hype und erinnert an debakel
München bebt – aber nicht vor der Euphorie. Karl-Heinz Rummenigge, der ehemalige Vorstandsvorsitzende des FC Bayern, hat nach dem knappen Sieg in Madrid eindringlich vor Übermut gewarnt. Das 2:1 mag gut aussehen, doch die Königliche sind bekannt dafür, auch in der Allianz Arena zuzuschlagen.
Die schatten der vergangenheit: 2014 und das 0:4
„Man muss jetzt nicht den Fehler machen, den Hype zu übertreiben“, mahnte Rummenigge im Gespräch mit DAZN. Er beobachtet mit Sorge, wie schnell die Stimmung nach dem Erfolg im Bernabéu-Stadion umschlägt. Denn Real Madrid hat die Bayern bereits mehrfach das Leben schwer gemacht – und das auch in München. Besonders schmerzhaft ist die Erinnerung an das Halbfinal-Rückspiel 2014, als die Bayern nach einem 0:1 in Madrid ein vernichtendes 0:4 kassierten.
Die Anfangsphase dieses Spiels war ein Albtraum für die Roten. Bereits nach einer Viertelstunde führten Sergio Ramos (Doppelpack) und Cristiano Ronaldo mit 3:0. „Damals war das Spiel schon praktisch entschieden“, so Rummenigge, der heute im Aufsichtsrat des FCB sitzt. Ronaldo vollendete das Debakel mit seinem zweiten Treffer. Eine Erinnerung, die noch immer nachwirkt.

Kompany muss die mannschaft fokussieren: das hinspiel-gesicht wiederfinden
Trainer Vincent Kompany muss seine Mannschaft nun wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Rummenigge forderte eine Leistung, die der des Hinspiels in Madrid ebenbürtig ist: „Eine absolute Top-Leistung, hochkonzentriert, sehr klug spielen – und versuchen, das, was wir am Dienstag gezeigt haben, zu wiederholen.“ Denn Bayern ließ im Bernabéu zahlreiche Torchancen ungenutzt, während Manuel Neuer mehrfach glänzend parierte.
Es ist kein Geheimnis, dass die Bayern in der K.O.-Phase der Champions League schon einmal eine Führung aus dem Hinspiel zu Hause verspielt haben. 2011 verpasste man gegen den Inter Mailand (2:3 nach 1:0 im San Siro) den Einzug ins Halbfinale. Diese Erfahrung sollte eine Warnung sein. Die Bayern müssen sich ihrer Stärken bewusst sein und vermeiden, dass sich die Geschichte wiederholt. Denn eines steht fest: Real Madrid kommt nicht, um Geschenke zu verteilen.
Die kommenden 90 Minuten werden zeigen, ob die Bayern-Defensive den Angriff der Königlichen abwehren kann.
