Bayern verliert bühl: muskel-sehnen-riss wirft top-flügelspieler raus
Klara Bühl ist weg. Kein Dribbling, keine Hereingabe, kein Tor – für Wochen. Der FC Bayern muss auf seine 50-Tore-Angreiferin verzichten, die Nationalmannschaft ebenfalls. Die Diagnose: Muskel-Sehnen-Verletzung in der Wade, erlitten am Sonntag im DFB-Training. Fällt aus für das Pokal-Viertelfinale gegen Hamburg und wahrscheinlich auch für das Champions-League-Duell mit Manchester United.
Die gala gegen slowenien überstand sie nur als zuschauer
Während Vivien Endemann gegen Slowenien ein Tor und zwei Vorlagen beisteuerte, saß Bühl in der Kabine. Das 5:0 war ein Erfolg, aber mit gebrochener Planung. Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg muss nun in Stavanger gegen Norwegen erneut umbauen. Für die Bayern wird die Lücke zum kritischen Zeitpunkt sichtbar: Die Liga ist so gut wie sicher, der Vorsprung auf Wolfsburg beträgt 14 Punkte. Doch die Titel, die zählen, stehen jetzt an.
Am 11. März empfangen die Münchnerinnen den Hamburger SV im DFB-Pokal-Viertelfinale. Ende März/Anfang April folgt das Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Manchester United. Das Rückspiel am 1. April in der Allianz Arena ist längst zum Heimspiel avanciert: 10.000 Tickets verkauft, Rekordzahlen für ein Frauenspiel des Klubs. Ob Bühl bis dahin wieder Sprintdribblings zustande bringt, steht offen. „Mehrere Wochen“, lautet die offizielle Formulierung – ein Zeitfenster, das bei Muskel-Sehnen-Verletzungen schnell mal vier, fünf Wochen bedeuten kann.
Barbara dunst wartet seit zwei jahren auf diesen moment
Die Österreicherin kam 2022 nach München, spielte bisher nur Kurzeinsätze. Jetzt könnte sie auf dem rechten Flügel von Beginn an ran. Ein Debüt unter Hochdruck, mit Pokal-Auswirkungen und Champions-League-Rufmord im Falle einer Niederlage. Die Alternative: Lea Schüller als falsche Neun, Pernille Harder ins Zentrum rücken, die Systematik umstellen. Trainerin Alexander Straus hat Optionen, aber keine, die Bühls Antritt nach außen 1:1 ersetzt.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 179 Pflichtspiele für den FC Bayern, 50 Tore. 76 Länderspiele, 30 Treffer für Deutschland. Jede dritte Partie endet mit einem Bühl-Goal. Ohne sie muss der Meister die Torgefahr neu erfinden – und das in den Wochen, in denen Titel gewonnen oder verspielt werden.
Die Saison ist nicht vorbei, aber die Ausfallliste bekommt ein Gesicht. Und dieses Gesicht trägt Zöpfe, trägt ein Lächeln, das derzeit in der Reha-Halle hängt.
