Bayern triumphiert in madrid – doch díaz' schatten hängt über dem sieg
Ein Vierteljahrhundt später! Der FC bayern hat im Estadio Santiago Bernabéu gewonnen, einen Coup, der die Fußballwelt erzittern ließ. Doch während die Fans in München jubeln, nagt bei Luis Díaz ein unterschwelliges Unbehagen. Der kolumbianische Flügelspieler war der Dreh- und Angelpunkt beim 2:1-Sieg im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinals gegen Real Madrid, und doch hadert er mit einer verpassten Chance.

Díaz: „ein oder zwei tore mehr hätten möglich gewesen sein“
Die bayern präsentierten sich in Madrid als eine Einheit, die den spanischen Rekordmeister vor eine schwere Aufgabe stellte. Díaz war nicht nur mit seinem Tor, sondern auch mit unermüdlichem Einsatz und konstantem Druck über die Außenbahn ein entscheidender Faktor. „Wir haben einen großartigen Job gemacht, gegen einen extrem starken Gegner“, lobte er nach dem Spiel gegenüber ESPN. „Aber es bleibt dieses Gefühl, dass wir noch ein oder zwei Tore mehr hätten machen können.“
Seine eigene Treffer war, wie er selbst erklärte, das Ergebnis akribischer Vorbereitung: „Wir haben den Ball erobert, schnell gespielt und den Pass in die Tiefe gespielt. Wir hatten Real analysiert, und die Szene ist genau so entstanden, wie wir sie geplant hatten.“ Ein Plan, der sich auszahlte, doch Díaz spürt offenbar, dass noch mehr drin war.
Jamie Carragher, der ehemalige Liverpool-Star, schwärmte nach dem Spiel von der Leistung der bayern und bezeichnete sie als eine der besten der Saison. „Real hätte sich über dieses Ergebnis nicht beschweren dürfen“, so Carragher, der den bayern eine beeindruckende Kontrolle im zweiten Durchgang attestierte.
Die zweite Halbzeit gehörte den bayern. Sie übernahmen das Spielgeschehen, eroberten mehr Bälle und kontrollierten das Tempo. „Wir haben uns wohler gefühlt, mehr Bälle erobert und das Spiel besser kontrolliert. Genau das wollen wir“, betonte Díaz, der körperlich trotz der hohen Belastung topfit wirkt. „Ich fühle mich sehr gut, stark, und das ermöglicht es mir, der Mannschaft zu helfen.“
Auch der Teamgeist sei ein entscheidender Faktor. „Wir haben eine klare Idee, sind eine sehr geschlossene Gruppe und das zeigt sich auf dem Platz“, erklärte Díaz. Seine Entscheidung, Liverpool zu verlassen und zum FC Bayern zu wechseln, bereut er keineswegs: „Zum FC Bayern zu kommen, war die richtige Entscheidung. Ich bin sehr glücklich und genieße jedes Spiel.“
Die Frage, ob Real Madrid mit einem blauen Auge davongekommen ist, bleibt offen. Doch eines ist sicher: Der FC Bayern hat eine starke Ausgangsposition für das Rückspiel geschaffen und bewiesen, dass sie zu den besten Mannschaften Europas gehören. Und Luis Díaz, der unermüdliche Antreiber, wird auch in München alles geben, um diesen Erfolgskurs fortzusetzen – auch wenn er im Hinterkopf behält, dass noch ein paar Tore mehr möglich gewesen wären.
