Bayern trennt sich von guerreiro – der nächste abgang nach der saison steht fest

Raphaël Guerreiro wird den FC Bayern München nach dieser Saison verlassen. Der Verein bestätigte am Montagnachmittag, dass der Vertrag des Portugiesen nicht verlängert wird – ein weiterer prominentes Beispiel für die personelle Umbruchphase beim Rekordmeister.

Max eberl dankt guerreiro für seine professionalität

„Wir möchten uns bei Rapha herzlich für die gemeinsame Zeit bedanken: Auf Rapha war auf dem Platz immer Verlass, zudem bereichern Charaktere wie er jede Kabine“, sagte Sportvorstand Max Eberl in einer offiziellen Mitteilung. Die Gespräche seien „vertrauens- und verständnisvoll“ verlaufen. Bis zum Sommer wolle man „gemeinsam noch einiges erreichen“ – ein Satz, der wie ein Versprechen auf einen starken Saisonendspurt klingt.

Guerreiro war 2023 ablösefrei vom BVB nach München gewechselt und wurde schnell zur flexiblen Konstante in der Startelf. 89 Pflichtspiele, zwölf Tore, acht Vorlagen – Zahlen, die seine Bedeutung unterstrichen, auch wenn er in dieser Spielzeit nicht mehr die Unverzichtbarkeit vergangener Monate besitzt.

Linksverteidiger oder mittelfeldspieler? bayern verzichtet auf option

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Die Entscheidung überrascht nur auf den ersten Blick. Guerreiro ist mit 32 Jahren nicht mehr der Jüngste, seine Verletzungsanfälligkeit nahm in den letzten Monaten zu. Gleichzeitig plant der Klub personell um: Alphonso Davies könnte wechseln, die neue Führung um Eberl und Christoph Freund setzt auf jüngere, widerstandsfähigere Profile. Guerreiro passt nicht mehr in dieses Schema – trotz seiner Qualität im Ballbesitz und seiner Fähigkeit, sowohl links als auch im Zentrum zu wirken.

Wohin es für Guerreiro geht, ist offen. Portugal, Spanien oder ein Klub aus der Premier League gelten als denkbar. Sein Berater wird in den kommenden Wochen Gespräche führen, das Interesse sollte vorhanden sein – schließlich bringt der Portugiese Erfahrung aus 244 Bundesliga-Spielen und 54 Länderspiel-Einsätzen mit.

Für den FC Bayern ist Guerreiro der nächste erfahrene Spieler, der den Klub verlässt. Nach Thomas Müller, Manuel Neuer und Joshua Kimmich steht auch dessen Zukunft offen. Die Ära der Identifikationsfiguren neigt sich dem Ende zu – ein Schnitt, der weh tut, aber notwendig scheint, um Platz für neue Gesichter zu machen.