Bayern stolpert: heidenheim demütigt rekordmeister!

München – Ein Schock für die Allianz Arena: Der FC Bayern München, haushoher Tabellenführer und bereits feststehender Meister, musste sich am heutigen Samstag überraschend mit einem 3:3 gegen den Abstiegskandidaten 1. FC Heidenheim begnügen. Vincent Kompanys Rotationen vor dem Champions-League-Halbfinal-Duell gegen Paris Saint-Germain scheinen dem Team sichtlich zu fehlen – und Heidenheim hat die Chance ihres Lebens ergriffen.

Defensive wirkt anfällig: kompanys experimente scheitern

Defensive wirkt anfällig: kompanys experimente scheitern

Die Partie begann für die Gäste alles andere als rosig. Bereits in der 22. Minute brachte Budu Siwsiwadse Heidenheim in Führung, eine Führung, die durch den überraschenden Treffer von Eren Dinkci in der 31. Minute noch ausgebaut wurde. Die Bayern-Abwehr wirkte schläfrig und unsortiert, ein Bild, das die Fans vor dem wichtigen Spiel gegen Paris beunruhigt.

Leon Goretzka gelang zwar in der 44. Minute durch einen sehenswerten Freistoß der Anschlusstreffer, doch Kompany reagierte zur Halbzeit mit einer regelrechten Taktik-Umbürdeelung. Harry Kane, Michael Olise, Joshua Kimmich und Luis Díaz wurden eingewechselt, was den Bayern-Druck erhöhte. Doch erneut war es Siwsiwadse, der mit einem weiteren Kunstschuss die Führung für Heidenheim in der 68. Minute wiederherstellte.

Ein Last-Minute-Eigentor von Heidenheims Torwart Diant Ramaj (90.+10) sicherte den Bayern schließlich nur ein müdes Unentschieden. Kompany hatte bereits in der Vorwoche gegen Mainz acht Wechsel vorgenommen, was damals ebenfalls zu einem knappen Sieg führte (4:3 nach 0:3). Doch diesmal scheinen die vielen Veränderungen ihre Spuren hinterlassen zu haben.

Die Heidenheimer hingegen kämpften mit allerletzter Kraft um ihre Chance auf den Klassenerhalt. Trainer Frank Schmidt betonte vor dem Spiel: „Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn man vor dem Spiel schon irgendwas abschenkt.“ Seine Mannschaft hat dieser Ansage in die Tat umgesetzt und dem Bayern-Team eine unvergessliche Lektion erteilt. Sollten am Sonntag St. Pauli und Wolfsburg gewinnen, wäre der Abstieg für Heidenheim nach drei Jahren besiegelt – aber heute durften sie für 90 Minuten von einem Wunder träumen.

Die Frage, die nun in München gestellt wird: War Kompanys Rotation ein Fehler, oder ein notwendiges Übel, um die Kräfte für das prestigeträchtige Duell gegen Paris zu schonen? Die Antwort wird sich am Mittwoch zeigen – wenn die Bayern versuchen müssen, den Rückstand aus dem Hinspiel (4:5) wettzumachen. Ein weiterer Auftritt wie gegen Heidenheim würde das Aus bedeuten.